»Isla­mo­pho­bie« und »Anti­mus­li­mi­scher Ras­sis­mus« – Dekon­struk­ti­on zwei­er Hege­mo­nie­kon­zep­te aus men­schen­recht­li­cher Per­spek­ti­ve

Armin Pfahl-Traugh­ber hat in sei­nem Auf­satz »›Isla­mo­pho­bie‹ und ›Anti­mus­li­mi­scher Ras­sis­mus‹ — Dekon­struk­ti­on zwei­er Hege­mo­nie­kon­zep­te aus men­schen­recht­li­cher Per­spek­ti­ve« (Zeit­schrift für Poli­tik, 2020) eine umfas­sen­de Unter­su­chung die­ser Begrif­fe vor­ge­legt, die in der deut­schen Debat­te zen­tra­le Rol­len spie­len. Pfahl-Traugh­ber zeigt jedoch, dass sie kon­zep­tio­nel­le Unschär­fen auf­wei­sen, dif­fe­ren­zier­te Ana­ly­se erheb­lich erschwe­ren und sogar Isla­mis­mus vor Kri­tik abschir­men.

Chris­ti­ne Schirr­ma­cher: Islam­kri­tik, Isla­mo­pho­bie, Mus­lim­feind­lich­keit oder anti­mus­li­mi­scher Ras­sis­mus?

In einem Auf­satz in der »Zeit­schrift für Reli­gi­on und Welt­an­schau­ung« (3/2022) ana­ly­siert die Islam­wis­sen­schaft­le­rin Chris­ti­ne Schirr­ma­cher zen­tra­le Begrif­fe und Argu­men­ta­ti­ons­li­ni­en der deut­schen Debat­te über Islam­kri­tik, Isla­mo­pho­bie, Mus­lim­feind­lich­keit und ins­be­son­de­re die The­se vom »anti­mus­li­mi­schen Ras­sis­mus« (AMR). Ihr Bei­trag beschreibt die Ent­ste­hung und Ent­wick­lung die­ser Begrif­fe und geht der Fra­ge nach, wel­che theo­re­ti­schen Annah­men und Deu­tungs­mus­ter ihnen zugrun­de lie­gen.