Evelyn Bokler-Völkel am 15. Mai 2025: »Islamismus als politische Ideologie: Einführung, Begriffsklärung, Ideologie«
PD Dr. Evelyn Bokler-Völkel forscht im Bereich der vergleichenden Extremismusforschung in der MENA-Region und in Deutschland mit dem Schwerpunkt Islamismus. Darüber hinaus befasst sie sich mit den politischen Systemen der MENA-Region und deren politischen Herrschaftslegitimationen. Sie ist stellvertretende Leiterin der Forschungsstelle Islam und Politik am Zentrum für islamische Theologie an der Universität Münster, seit 2018 Lehrbeauftragte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und seit 2023 Privatdozentin sowie Fellow am CASSIS. Davor arbeitete sie bei der Deutschen Gesellschaft e.V. und baute ab 2015 bis zu ihrer Rückkehr in die Wissenschaft und ihrer Habilitation 2023 zur Diktatur des Islamischen Staates ein Bildungswerk für NRW auf.
Gülden Hennemann am 22. Mai 2025: »Islamismus in der Politik und als innenpolitische Bedrohung«
Gülden Hennemann ist Politikwissenschaftlerin und war von 2009 bis 2015 beim Bayerischen Verfassungsschutz tätig. Von 2015 bis 2020 war sie im Bayerischen Justizministerium als Referatsleiterin für die Extremismusbekämpfung in Justizvollzugsanstalten zuständig. Aktuell leitet sie die Zentrale Koordinierungsstelle für Maßnahmen gegen Extremismus (ZKE) sowie die dort angesiedelte Operative Einheit Extremismusbekämpfung (OpEEx) im bayerischen Justizvollzug. Sie verfügt über langjährige Erfahrungen im Erkennen extremistischer Radikalisierungsprozesse und in der Entwicklung wirksamer Gegenstrategien. Nebenberuflich ist sie u.a. als Referentin zu den Themen Extremismusbekämpfung, Türkischer Extremismus und Islamismus tätig.
Nina Käsehage am 5. Juni 2025: »Islamismus in Schulen und Radikalisierung von jungen Menschen«
PD Dr. Nina Käsehage ist Historikerin und Religionswissenschaftlerin und leitet zurzeit das Projekt „Der globale Konflikt im Klassenzimmer (GKiK) – Antisemitismus trifft auf antimuslimischen Rassismus“ im Haus der Religionen Hannover. Im Jahr 2023 wurde sie mit der qualitativen Längsschnittstudie ‚The Young Sahaba – Die religiöse Sozialisation von Kindern und Jugendlichen im jihadistischen Milieu“ (Kohlhammer) an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt habilitiert. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen die Emotions‑, Konversions- und Gewaltforschung, Religionspsychologie und ‑soziologie sowie gendersensible Präventionsansätze hinsichtlich des gewaltbereiten Extremismus (PVE).
Susanne Schröter am 26. Juni 2025: »Islamismus in wissenschaftlichen Diskursen und Delegitimierung öffentlicher Debatten«
Prof. Dr. Susanne Schröter ist eine deutsche Ethnologin. Sie lehrte und forschte u.a. an der University of Chicago, der Yale University, den Universitäten Mainz und Trier, wurde 2004 Inhaberin des Lehrstuhls für Südostasienkunde an der Universität Passau und 2008 auf die Professur für „Ethnologie kolonialer und postkolonialer Ordnungen“ (W3) an die Goethe-Universität Frankfurt berufen. Dort war sie 11 Jahre lang Principal Investigator im Exzellenzcluster Herausbildung normativer Ordnungen und leitet seit 2014 das Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam. Sie ist neben anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten Vorstandsmitglied des Deutschen Orient-Instituts, Senatsmitglied der Deutschen Nationalstiftung und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Bundeszentrale für politische Bildung.
Hüseyin Çiçek am 10. Juli 2025: »Islamismus in der europäischen Dimension und ausländische Einflussnahme«

PD Mag. Dr. habil. Hüseyin Çiçek ist Gastprofessor an der Fakultät für Psychologie der Sigmund-Freud-Universität, Senior Research Fellow am Institut für Religionswissenschaft der Universität Wien sowie Associate Fellow an der Academy for International Affairs in Bonn. Er habilitierte sich 2021 mit einer Arbeit zu Religion, Gewalt und Minderheiten an der Universität Erlangen-Nürnberg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Antisemitismus, Extremismus, Radikalisierung, Migration sowie religiös-politischen Ideologien im globalen Kontext. Er publiziert regelmäßig in internationalen Fachzeitschriften und ist in verschiedenen wissenschaftlichen und sicherheitspolitischen Gremien aktiv.