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CAS­SIS-Digi­tal­rei­he »Isla­mis­mus in Poli­tik und Gesell­schaft« (Som­mer­se­mes­ter 2025)

Mit Videovorträgen von Evelyn Bokler-Völkel, Gülden Hennemann, Nina Käsehage, Susanne Schröter und Hüseyin Çiçek wurde die Reihe des Centers for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS) der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn im Sommersemester 2025 in Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, der Konrad-Adenauer-Stiftung, dem Institut für Orient- und Asienwissenschaften der Universität Bonn sowie der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. – Sektion Bonn durchgeführt.

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Eve­lyn Bok­ler-Völ­kel am 15. Mai 2025: »Isla­mis­mus als poli­ti­sche Ideo­lo­gie: Ein­füh­rung, Begriffs­klä­rung, Ideo­lo­gie«

PD Dr. Eve­lyn Bok­ler-Völ­kel forscht im Bereich der ver­glei­chen­den Extre­mis­mus­for­schung in der MENA-Regi­on und in Deutsch­land mit dem Schwer­punkt Isla­mis­mus. Dar­über hin­aus befasst sie sich mit den poli­ti­schen Sys­te­men der MENA-Regi­on und deren poli­ti­schen Herr­schafts­le­gi­ti­ma­tio­nen. Sie ist stell­ver­tre­ten­de Lei­te­rin der For­schungs­stel­le Islam und Poli­tik am Zen­trum für isla­mi­sche Theo­lo­gie an der Uni­ver­si­tät Müns­ter, seit 2018 Lehr­be­auf­trag­te an der Rhei­ni­schen Fried­rich-Wil­helms-Uni­ver­si­tät Bonn und seit 2023 Pri­vat­do­zen­tin sowie Fel­low am CASSIS. Davor arbei­te­te sie bei der Deut­schen Gesell­schaft e.V. und bau­te ab 2015 bis zu ihrer Rück­kehr in die Wis­sen­schaft und ihrer Habi­li­ta­ti­on 2023 zur Dik­ta­tur des Isla­mi­schen Staa­tes ein Bil­dungs­werk für NRW auf.


Gül­den Hen­ne­mann am 22. Mai 2025: »Isla­mis­mus in der Poli­tik und als innen­po­li­ti­sche Bedro­hung«

Gül­den Hen­ne­mann ist Poli­tik­wis­sen­schaft­le­rin und war von 2009 bis 2015 beim Baye­ri­schen Ver­fas­sungs­schutz tätig. Von 2015 bis 2020 war sie im Baye­ri­schen Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um als Refe­rats­lei­te­rin für die Extre­mis­mus­be­kämp­fung in Jus­tiz­voll­zugs­an­stal­ten zustän­dig. Aktu­ell lei­tet sie die Zen­tra­le Koor­di­nie­rungs­stel­le für Maß­nah­men gegen Extre­mis­mus (ZKE) sowie die dort ange­sie­del­te Ope­ra­ti­ve Ein­heit Extre­mis­mus­be­kämp­fung (OpEEx) im baye­ri­schen Jus­tiz­voll­zug. Sie ver­fügt über lang­jäh­ri­ge Erfah­run­gen im Erken­nen extre­mis­ti­scher Radi­ka­li­sie­rungs­pro­zes­se und in der Ent­wick­lung wirk­sa­mer Gegen­stra­te­gien. Neben­be­ruf­lich ist sie u.a. als Refe­ren­tin zu den The­men Extre­mis­mus­be­kämp­fung, Tür­ki­scher Extre­mis­mus und Isla­mis­mus tätig.


Nina Käsehage am 5. Juni 2025: »Isla­mis­mus in Schu­len und Radi­ka­li­sie­rung von jun­gen Men­schen«

PD Dr. Nina Käsehage ist His­to­ri­ke­rin und Reli­gi­ons­wis­sen­schaft­le­rin und lei­tet zur­zeit das Pro­jekt „Der glo­ba­le Kon­flikt im Klas­sen­zim­mer (GKiK) – Anti­se­mi­tis­mus trifft auf anti­mus­li­mi­schen Ras­sis­mus“ im Haus der Reli­gio­nen Han­no­ver. Im Jahr 2023 wur­de sie mit der qua­li­ta­ti­ven Längs­schnitt­stu­die ‚The Young Saha­ba – Die reli­giö­se Sozia­li­sa­ti­on von Kin­dern und Jugend­li­chen im jiha­dis­ti­schen Milieu“ (Kohl­ham­mer) an der Johann Wolf­gang Goe­the-Uni­ver­si­tät Frank­furt habi­li­tiert. Ihre For­schungs­schwer­punk­te umfas­sen die Emotions‑, Kon­ver­si­ons- und Gewalt­for­schung, Reli­gi­ons­psy­cho­lo­gie und ‑sozio­lo­gie sowie gen­der­sen­si­ble Prä­ven­ti­ons­an­sät­ze hin­sicht­lich des gewalt­be­rei­ten Extre­mis­mus (PVE). 


Susan­ne Schrö­ter am 26. Juni 2025: »Isla­mis­mus in wis­sen­schaft­li­chen Dis­kur­sen und Dele­gi­ti­mie­rung öffent­li­cher Debat­ten«

Prof. Dr. Susan­ne Schrö­ter ist eine deut­sche Eth­no­lo­gin. Sie lehr­te und forsch­te u.a. an der Uni­ver­si­ty of Chi­ca­go, der Yale Uni­ver­si­ty, den Uni­ver­si­tä­ten Mainz und Trier, wur­de 2004 Inha­be­rin des Lehr­stuhls für Süd­ost­asi­en­kun­de an der Uni­ver­si­tät Pas­sau und 2008 auf die Pro­fes­sur für „Eth­no­lo­gie kolo­nia­ler und post­ko­lo­nia­ler Ord­nun­gen“ (W3) an die Goe­the-Uni­ver­si­tät Frank­furt beru­fen. Dort war sie 11 Jah­re lang Prin­ci­pal Inves­ti­ga­tor im Exzel­lenz­clus­ter Her­aus­bil­dung nor­ma­ti­ver Ord­nun­gen und lei­tet seit 2014 das Frank­fur­ter For­schungs­zen­trums Glo­ba­ler Islam. Sie ist neben ande­ren ehren­amt­li­chen Tätig­kei­ten Vor­stands­mit­glied des Deut­schen Ori­ent-Insti­tuts, Senats­mit­glied der Deut­schen Natio­nal­stif­tung und Mit­glied des wis­sen­schaft­li­chen Bei­rats der Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung. 


Hüsey­in Çiçek am 10. Juli 2025: »Isla­mis­mus in der euro­päi­schen Dimen­si­on und aus­län­di­sche Ein­fluss­nah­me«

PD Mag. Dr. habil. Hüsey­in Çiçek ist Gast­pro­fes­sor an der Fakul­tät für Psy­cho­lo­gie der Sig­mund-Freud-Uni­ver­si­tät, Seni­or Rese­arch Fel­low am Insti­tut für Reli­gi­ons­wis­sen­schaft der Uni­ver­si­tät Wien sowie Asso­cia­te Fel­low an der Aca­de­my for Inter­na­tio­nal Affairs in Bonn. Er habi­li­tier­te sich 2021 mit einer Arbeit zu Reli­gi­on, Gewalt und Min­der­hei­ten an der Uni­ver­si­tät Erlan­gen-Nürn­berg. Sei­ne For­schungs­schwer­punk­te lie­gen in den Berei­chen Anti­se­mi­tis­mus, Extre­mis­mus, Radi­ka­li­sie­rung, Migra­ti­on sowie reli­gi­ös-poli­ti­schen Ideo­lo­gien im glo­ba­len Kon­text. Er publi­ziert regel­mä­ßig in inter­na­tio­na­len Fach­zeit­schrif­ten und ist in ver­schie­de­nen wis­sen­schaft­li­chen und sicher­heits­po­li­ti­schen Gre­mi­en aktiv.