»Hassan Nasrallah – The Last Days of Hezbollah’s Chief« von Jacques Neriah

Jacques Neriah legt mit »Hassan Nasrallah – The Last Days of Hezbollah’s Chief« eine biografisch-strategische Studie über Aufstieg, Herrschaft und Ende des langjährigen Hisbollah-Generalsekretärs vor. Das bei Springer erschienene Werk verbindet nachrichtendienstliche Innenkenntnis, die historische Analyse der schiitischen Emanzipation im Libanon und die Rekonstruktion der israelischen Kampagne von 2024 zu einem Gesamtbild der Hisbollah als iranischem Stellvertreterprojekt, dessen Macht wesentlich auf einem sorgsam gepflegten Mythos beruhte.
Islamistischer Anschlag auf den Berliner CSD: Ninve Ermagan wirft im SPIEGEL Teilen der Linken und der queeren Szene Realitätsverweigerung vor

Eine Woche nach der tödlichen Attacke vom 25. Juli analysiert die Journalistin Ninve Ermagan die Reaktionen aus Politik und Community. Ihr Befund fällt ernüchternd aus: Wer den islamistischen Hintergrund der Tat umdeutet oder relativiert, blockiert die Suche nach Lösungen und riskiert weitere Anschläge.
SPD-Staatsminister a. D. Michael Roth fordert im IPG-Journal eine linke Debatte über den islamischen Fundamentalismus

Michael Roth (SPD), Staatsminister im Auswärtigen Amt von 2013 bis 2021 und Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages von 2021 bis 2025, benennt sechs Gründe für das Schweigen des eigenen Lagers, kritisiert den Begriff des antimuslimischen Rassismus und warnt die Sozialdemokratie vor einem Vertrauensverlust bis tief in die eigene Wählerschaft.
Nach dem islamistischen Anschlag auf den Berliner CSD: Tugay Saraç kritisiert im Podcast von Paul Ronzheimer die Nähe der Politik zu queerfeindlichen Funktionären

Der Vorsitzende des Islamrats für die Bundesrepublik Deutschland, Burhan Kesici, bezeichnete im ZDF die Darstellung eines schwulen muslimischen Paares als »Abnormalitäten«. Er wirkt mit seinem Verband in Berlin am Religionsunterricht mit und sitzt in Nordrhein-Westfalen im Konfessionellen Beirat für Islamische Theologie der Uni Münster. Warum hält die Politik an solchen Gesprächspartnern fest?
»Damit schützt man nicht Muslime, sondern Islamisten« – Ali Ertan Toprak in der Jüdischen Allgemeinen nach dem islamistischen Anschlag auf den CSD Berlin

Ali Ertan Toprak, Bundesvorsitzender der Kurdischen Gemeinde Deutschland, Ehrenpräsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände in Deutschland (BAGIV) und Mitgründer des AK Polis, rechnet mit einem eingeübten Reflex ab: der Beteuerung, mit dem Islam habe das alles nichts zu tun. Wer Begriffe wie antimuslimischen Rassismus dazu benutze, den Islamismus gegen Kritik abzuschirmen, schütze am Ende die Islamisten. Den Preis dafür zahlten auch die Muslime selbst.
Nach dem islamistischen Anschlag auf den CSD Berlin: Thierry Chervel über »jene mühsam erkämpfte Freiheit«

Thierry Chervel hat im Perlentaucher einen Kommentar zum islamistischen Anschlag auf den CSD Berlin veröffentlicht. Darin zeigt er am Beispiel des schwulen Paares aus der Akzeptanzkampagne für Vielfalt im Islam und der abwertenden Reaktion des Islamratsvorsitzenden Burhan Kesici (»Abnormalitäten«), dass es um die sexuelle Freiheit geht – dieselbe Freiheit, die der Attentäter angegriffen hat.
Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD: AK Polis unterstützt die gemeinsame Presseerklärung gegen Islamismus

Ein breites gesellschaftliches Bündnis ruft dazu auf, den Kampf gegen Islamismus nicht als rechts noch links einzuordnen, sondern es als Aufgabe der demokratischen Mitte zu bearbeiten. Der AK Polis schließt sich dieser Erklärung an und dokumentiert sie im Wortlaut.
Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal (Grüne): Vorschlag »Gedenkstätte für Opfer des Islamismus« hat »etwas sehr Versöhnliches«

Am 24. Juli 2026 jährt sich zum zweiten Mal das Verbot des Islamischen Zentrums Hamburg (IZH). Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal (Bündnis 90/Die Grünen) unterstützt die Idee, die IZH-Liegenschaften an der Außenalster als Ort des Gedenkens weiterzuentwickeln, und den Vorschlag einer »Gedenkstätte für die Opfer des Islamismus«. Auch aus der Hamburgischen Bürgerschaft kommt grüne Unterstützung.
Hisbollah-Todesliste mit rund 200 Namen: Islamwissenschaftler Ralph Ghadban erneut im Visier

Der Vorwurf lautet »Agententätigkeit für Israel«. Betroffen ist ein breites Spektrum der Hisbollah-Kritik: Abgeordnete, Journalisten, Wissenschaftler, darunter die Witwe des 2021 ermordeten Verlegers Lokman Slim. Islamwissenschaftler Ralph Ghadban reagiert mit einem Plädoyer für Öffentlichkeit.
»Islamic Relief Worldwide Under Pressure«: GWU-Paper dokumentiert Ergebnisse transnationaler Recherchen

Die Autoren Lorenzo Vidino und Samantha Wampold vom Program on Extremism der George Washington University (GWU) zeichnen in einem Briefing vom 14. Juli 2026 nach, wie das weltweit operierende Organisationsnetzwerk Islamic Relief in den vergangenen Monaten in den USA, in Deutschland und in Schweden unter Druck geraten ist – ausgelöst durch weitere Transparenz bei Extremismusbezügen und Mängel bei Rechenschaftspflichten.