Ber­lin – Pro­to­typ erfolg­rei­cher MB-Unter­wan­de­rung

Die­ser Bei­trag von Sascha Ada­mek ist Teil des Dos­siers zur Doku­men­ta­ti­on der Ver­an­stal­tung »Die Mus­lim­bru­der­schaft (MB) – Agen­da, Struk­tu­ren und poli­ti­sche Ant­wor­ten« am 12. Sep­tem­ber 2025 im Wil­ly-Brandt-Haus in Ber­lin.

CAS­SIS-Digi­tal­rei­he »Isla­mis­mus in Poli­tik und Gesell­schaft« (Som­mer­se­mes­ter 2025)

Mit Video­vor­trä­gen von Eve­lyn Bok­ler-Völ­kel, Gül­den Hen­ne­mann, Nina Käsehage, Susan­ne Schrö­ter und Hüsey­in Çiçek wur­de die Rei­he des Cen­ters for Advan­ced Secu­ri­ty, Stra­te­gic and Inte­gra­ti­on Stu­dies (CASSIS) der Phi­lo­so­phi­schen Fakul­tät der Uni­ver­si­tät Bonn im Som­mer­se­mes­ter 2025 in Koope­ra­ti­on mit der Fried­rich-Nau­mann-Stif­tung für die Frei­heit, der Kon­rad-Ade­nau­er-Stif­tung, dem Insti­tut für Ori­ent- und Asi­en­wis­sen­schaf­ten der Uni­ver­si­tät Bonn sowie der Gesell­schaft für Sicher­heits­po­li­tik e.V. – Sek­ti­on Bonn durch­ge­führt.

Murat Kay­man im BPP-Heft »Isla­mis­mus« über die Rol­le der Islam­ver­bän­de

Kay­mann schreibt: Die Ver­wen­dung des Begriffs „Isla­mis­mus“ läuft stets Gefahr, Mus­li­me und Isla­mis­ten gleich­zu­set­zen. Im Inter­es­se ins­be­son­de­re der mus­li­mi­schen Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten müss­te es daher lie­gen, für dif­fe­ren­zier­te Klä­rung zu sor­gen. Doch bis­lang ver­sa­gen sie auf gan­zer Linie.

»Isla­mo­pho­bie« und »Anti­mus­li­mi­scher Ras­sis­mus« – Dekon­struk­ti­on zwei­er Hege­mo­nie­kon­zep­te aus men­schen­recht­li­cher Per­spek­ti­ve

Armin Pfahl-Traugh­ber hat in sei­nem Auf­satz »›Isla­mo­pho­bie‹ und ›Anti­mus­li­mi­scher Ras­sis­mus‹ — Dekon­struk­ti­on zwei­er Hege­mo­nie­kon­zep­te aus men­schen­recht­li­cher Per­spek­ti­ve« (Zeit­schrift für Poli­tik, 2020) eine umfas­sen­de Unter­su­chung die­ser Begrif­fe vor­ge­legt, die in der deut­schen Debat­te zen­tra­le Rol­len spie­len. Pfahl-Traugh­ber zeigt jedoch, dass sie kon­zep­tio­nel­le Unschär­fen auf­wei­sen, dif­fe­ren­zier­te Ana­ly­se erheb­lich erschwe­ren und sogar Isla­mis­mus vor Kri­tik abschir­men.

Chris­ti­ne Schirr­ma­cher: Islam­kri­tik, Isla­mo­pho­bie, Mus­lim­feind­lich­keit oder anti­mus­li­mi­scher Ras­sis­mus?

In einem Auf­satz in der »Zeit­schrift für Reli­gi­on und Welt­an­schau­ung« (3/2022) ana­ly­siert die Islam­wis­sen­schaft­le­rin Chris­ti­ne Schirr­ma­cher zen­tra­le Begrif­fe und Argu­men­ta­ti­ons­li­ni­en der deut­schen Debat­te über Islam­kri­tik, Isla­mo­pho­bie, Mus­lim­feind­lich­keit und ins­be­son­de­re die The­se vom »anti­mus­li­mi­schen Ras­sis­mus« (AMR). Ihr Bei­trag beschreibt die Ent­ste­hung und Ent­wick­lung die­ser Begrif­fe und geht der Fra­ge nach, wel­che theo­re­ti­schen Annah­men und Deu­tungs­mus­ter ihnen zugrun­de lie­gen.

Kon­zept: »Anlauf- und Doku­men­ta­ti­ons­stel­le kon­fron­ta­ti­ve Reli­gi­ons­be­kun­dung« (DEVI 2021)

Das DEVI-Kon­zept zur »Anlauf- und Doku­men­ta­ti­ons­stel­le kon­fron­ta­ti­ve Reli­gi­ons­be­kun­dung« beschreibt erst­mals sys­te­ma­tisch, wie reli­gi­ös begrün­de­tes Domi­nanz- und Kon­flikt­ver­hal­ten den Schul­all­tag beein­flusst und wie dar­auf reagiert wer­den kann. Es bün­delt empi­ri­sche Beob­ach­tun­gen, ent­wi­ckelt eine kla­re Defi­ni­ti­on des Phä­no­mens und schlägt eine insti­tu­tio­nel­le Struk­tur zur Doku­men­ta­ti­on und Prä­ven­ti­on vor.