»Poli­ti­scher Islam – eine hybri­de Bedro­hung Euro­pas« von Hei­nisch / Scholz / Gus­ten­au

Hei­ko Hei­nisch, Nina Scholz und Gus­tav E. Gus­ten­au legen mit »Poli­ti­scher Islam – eine hybri­de Bedro­hung Euro­pas. Der ›Civi­liza­ti­on Jihad‹ der Mus­lim­bru­der­schaft« eine umfas­sen­de stra­te­gi­sche Ana­ly­se der Mus­lim­bru­der­schaft in Euro­pa vor. Das bei Nomos erschie­ne­ne Werk ver­bin­det Ideo­lo­gie­ana­ly­se, his­to­ri­sche Netz­werk­re­kon­struk­ti­on und sicher­heits­po­li­ti­sche Sze­na­ri­en­bil­dung zu einem Gesamt­bild, das Bestre­bun­gen des Poli­ti­schen Islam erst­mals sys­te­ma­tisch als hybri­de Kon­flikt­form beschreibt.

Ber­li­ner Senat ver­öf­fent­licht Isla­mis­mus-Moni­tor

Die Ber­li­ner Senats­ver­wal­tung für Inne­res und Sport unter Iris Spran­ger (SPD) hat im April 2026 den ers­ten Isla­mis­mus-Moni­tor ver­öf­fent­licht. Das 26-sei­ti­ge Doku­ment trägt den Titel »Aktu­el­le Ent­wick­lun­gen in Extre­mis­mus und Ter­ro­ris­mus« und bil­det den Berichts­zeit­raum von Janu­ar 2024 bis Dezem­ber 2025 ab. Es soll künf­tig als regel­mä­ßi­ges Moni­to­ring-Instru­ment die­nen. Der Bericht ver­bin­det eine Lage­be­schrei­bung isla­mis­ti­scher Strö­mun­gen in Ber­lin mit einer Dar­stel­lung repres­si­ver wie prä­ven­ti­ver Maß­nah­men des Staa­tes. Kurz nach Erschei­nen kam jedoch Kri­tik an der feh­len­den Benen­nung kon­kre­ter extre­mis­ti­scher Akteu­re und Struk­tu­ren auf. Bleibt die­se Leer­stel­le bestehen, wer­den die juris­ti­schen Risi­ken fak­tisch auf Jour­na­lis­ten und Prä­ven­ti­ons­ak­teu­re ver­la­gert. Einer wirk­sa­men Isla­mis­mus­prä­ven­ti­on ist das nicht zuträg­lich.

EZW zur Akzep­tanz­kam­pa­gne »Ich bin Mus­lim / Ich bin Mus­li­min«

Die Evan­ge­li­sche Zen­tral­stel­le für Welt­an­schau­ungs­fra­gen (EZW) greift in einer aus­führ­li­chen Ana­ly­se die Akzep­tanz­kam­pa­gne »Ich bin Mus­lim / Ich bin Mus­li­min« auf, mit der Mus­li­min­nen und Mus­li­me im Ver­bund mit dem Arbeits­kreis Poli­ti­scher Islam (AK Polis) den in Ber­lin ein­ge­führ­ten »Tag gegen Islam­feind­lich­keit« kri­tisch beglei­ten.

Irans Außen­mi­nis­ter und der »Poli­ti­sche Islam«: Araght­schis Dok­tor­ar­beit an der Uni­ver­si­ty of Kent (1996)

Die Dis­ser­ta­ti­on des heu­ti­gen ira­ni­schen Außen­mi­nis­ters Sey­ed Abbas Araght­schi bie­tet einen tie­fen Ein­blick in sein ideo­lo­gi­sches Ver­ständ­nis des »Poli­ti­schen Islam«. Der Poli­tik­wis­sen­schaft­ler Arno Tausch zeigt, dass Araght­schi zen­tra­le Denk­tra­di­tio­nen isla­mis­ti­scher Bewe­gun­gen posi­tiv deu­tet, gött­li­che Sou­ve­rä­ni­tät über Volks­sou­ve­rä­ni­tät stellt und die ira­ni­sche Ver­fas­sungs­ord­nung als theo­kra­ti­sches Modell affir­ma­tiv wer­tet. Zugleich wirft die Annah­me die­ser Arbeit an einer bri­ti­schen Uni­ver­si­tät grund­sätz­li­che Fra­gen an die Qua­li­täts­si­che­rung in der Poli­tik­wis­sen­schaft und ihre nor­ma­ti­ven Maß­stä­be auf. Der Bei­trag wider­spricht aus­drück­lich jenen Deu­tun­gen, etwa aus der »Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung« (BPB), die den Begriff »Poli­ti­scher Islam« als blo­ßen Kampf­be­griff zurück­wei­sen.

Isla­mi­sche Viel­falt, Ift­ar und Start der Akzep­tanz­kam­pa­gne »Ich bin Mus­lim / Ich bin Mus­li­min«

In der Ber­li­ner Ibn Rushd-Goe­the-Moschee tra­fen sich am Frei­tag­abend rund 70 Gäs­te zu einer Ver­an­stal­tung über die Viel­falt mus­li­mi­schen Lebens in Deutsch­land und zum Start der Akzep­tanz­kam­pa­gne »Ich bin Mus­lim / Ich bin Mus­li­min«. Ein­ge­la­den hat­ten die Moschee, der Arbeits­kreis Poli­ti­scher Islam sowie das Mernissi–de Gou­ges Bil­dungs- und Sozi­al­werk. Ein Bericht von Astrid War­burg-Man­they in hpd.de.

»Ich bin Mus­lim / Ich bin Mus­li­min« – Akzep­tanz­kam­pa­gne für Viel­falt und Selbst­be­stim­mung im Islam gestar­tet

Heu­te ist die Akzep­tanz­kam­pa­gne »Ich bin Mus­lim / Ich bin Mus­li­min« offi­zi­ell gestar­tet. Getra­gen wird sie vom Mer­nis­si-de Gou­ges Bil­dungs- und Sozi­al­werk, der Ibn Rushd-Goe­the Moschee und dem Arbeits­kreis Poli­ti­scher Islam (AK Polis). Die Staf­fel 1 zeigt vier Moti­ve: eine mus­li­mi­sche Leh­re­rin ohne Kopf­tuch, eine inter­kul­tu­rel­le Fami­lie, ein schwu­les Paar und eine gesel­li­ge Sze­ne mit Alko­hol. Damit setzt sie ein Zei­chen für Selbst­be­stim­mung und inner­is­la­mi­schen Plu­ra­lis­mus. Zugleich will sie über die Hege­mo­nie­kon­zep­te der »Islam­feind­lich­keit« und »Isla­mo­pho­bie« sowie über den Isla­mis­mus als wich­tigs­te Ursa­che der Mus­li­men­feind­lich­keit auf­klä­ren.

»Isla­mis­ti­sche Gemein­nüt­zig­keit« beim Finanz­amt

In die­sem Bei­trag wer­tet Hart­mut Licht erst­mals öffent­lich die aktu­el­len Ver­fas­sungs­schutz­be­rich­te von Bund und Län­dern sowie das Zuwen­dungs­emp­fän­ger­re­gis­ter sys­te­ma­tisch aus. In min­des­tens zehn bekann­ten Fäl­len sind isla­mis­ti­sche und extre­mis­ti­sche Orga­ni­sa­tio­nen in Deutsch­land wei­ter­hin als gemein­nüt­zig aner­kannt – mit steu­er­li­chen Vor­tei­len und staat­li­cher Legi­ti­ma­ti­on. Der Bei­trag ana­ly­siert die recht­li­chen und struk­tu­rel­len Ursa­chen und for­mu­liert sie­ben kon­kre­te Hand­lungs­emp­feh­lun­gen für Poli­tik, Sicher­heits­be­hör­den und Finanz­ver­wal­tung.

Isla­mic Reli­ef: Struk­tu­ren, För­de­rung und Ver­flech­tun­gen mit der Mus­lim­bru­der­schaft

Die­ser Bei­trag von Sig­rid Herr­mann doku­men­tiert Struk­tu­ren, Finan­zie­rungs­we­ge sowie staat­li­che, kirch­li­che und pri­va­te Part­ner­netz­wer­ke von Isla­mic Reli­ef – und stellt ihnen behörd­li­che Bewer­tun­gen, intrans­pa­ren­te För­der­prak­ti­ken und bekann­te Ver­flech­tun­gen in extre­mis­ti­sches, mus­lim­bru­der­na­hes Umfeld gegen­über. Im Fokus ste­hen Risi­ken und offe­ne Prüf­be­dar­fe für öffent­li­che Geld­ge­ber und Koope­ra­ti­ons­part­ner.

Ham­burg: Vom Mul­lah-Zen­trum zur »Gedenk­stät­te für die Opfer des Isla­mis­mus«

In Ham­burg for­dert ein welt­an­schau­lich plu­ra­les Bünd­nis, das beschlag­nahm­te Mul­lah-Zen­trum an der Außen­als­ter in eine »Gedenk­stät­te für die Opfer des Isla­mis­mus« umzu­wan­deln. Das Kon­zept »Fünf Pfei­ler gegen Isla­mis­mus« ergänzt: eine Moschee für isla­mi­sche Spi­ri­tua­li­tät unter ver­fas­sungs­kon­for­mer Trä­ger­schaft, eine Doku­men­ta­ti­ons­stel­le Poli­ti­scher Islam, einen Jugend-Bil­dungs­cam­pus sowie ein Jina-Kul­tur­zen­trum. Dies ist ein Kurs­wech­sel und künf­tig soll gel­ten: erin­nern, doku­men­tie­ren, auf­klä­ren – aus Ham­burg, für Deutsch­land und die Welt.

»Mus­lim Inter­ak­tiv« ver­bo­ten – Durch­su­chun­gen bei »Gene­ra­ti­on Islam« und »Rea­li­tät Islam«

Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um des Innern hat den isla­mis­ti­schen Ver­ein »Mus­lim Inter­ak­tiv« ver­bo­ten. Der Bei­trag doku­men­tiert die Ver­bots­grün­de, den Per­so­nen­kreis und die Struk­tu­ren, die Rol­le Ham­burgs als Mobi­li­sie­rungs­schwer­punkt und die Fra­ge, wel­che Kon­se­quen­zen aus einer weit­ge­hend »homegrown«-Szene zu zie­hen sind.