Inhaltsverzeichnis

Selek­tiv ent­kon­kre­ti­siert: Zehn­jah­res­ver­gleich der Isla­mis­mus-Bericht­erstat­tung des Ber­li­ner Ver­fas­sungs­schut­zes (2016–2025)

Der Berliner Senat legte vor wenigen Wochen seinen ersten Islamismus-Monitor vor und stieß damit auf fachliche Kritik: Die Darstellung des legalistischen Spektrums sei über die Jahre unkonkreter geworden. Daraufhin hat der AK Polis einen indikatorgestützten Zehnjahresvergleich (2016–2025) durchgeführt. In den Blick rücken mehrere Mängel, insgesamt 20 verschlechterte Indikatoren, fünf Kernbefunde und ein Widerspruch: Der Verfassungsschutz zählt mehr Extremisten, benennt die konkreten Berliner Strukturen aber nicht mehr. Ein gestiegenes Personenpotenzial bei verschwundener Benennung lässt sich nicht mit nachlassender Gefahr erklären. Die Entkonkretisierung trifft dabei nur das legalistische islamistische Spektrum.

Inhaltsverzeichnis

Aus­gangs­punkt

Aus­gangs­punkt der vor­lie­gen­den Unter­su­chung ist der Bei­trag »Ber­li­ner Senat ver­öf­fent­licht Isla­mis­mus-Moni­tor« (AK Polis, 15. April 2026), der den Moni­tor besprach und die unmit­tel­bar nach Erschei­nen geäu­ßer­te fach­li­che Kri­tik doku­men­tier­te. Sie kam aus zwei ein­schlä­gi­gen Per­spek­ti­ven – der Isla­mis­mus-Ana­ly­se und der Prä­ven­ti­ons­pra­xis – und lief über­ein­stim­mend auf den­sel­ben Befund zu: die nach­las­sen­de Kon­kre­ti­sie­rung der Dar­stel­lung durch den Ber­li­ner Innen­se­nat und die feh­len­de Wir­kungs­mes­sung der staat­li­chen Maß­nah­men.

Dar­aus ergibt sich die Leit­fra­ge die­ser Unter­su­chung:

  • Inwie­weit hat sich die Dar­stel­lung des lega­lis­ti­schen Isla­mis­mus in der Bericht­erstat­tung des Ber­li­ner Ver­fas­sungs­schut­zes im letz­ten Jahr­zehnt hin­sicht­lich Kon­kre­ti­sie­rungs­grad, Trans­pa­renz, Beleg­bar­keit und prak­ti­scher Nutz­bar­keit ver­än­dert – und falls sich eine Ent­kon­kre­ti­sie­rung zeigt, ist die­se flä­chen­de­ckend oder auf das lega­lis­ti­sche Spek­trum begrenzt?

Geprüft wur­den dazu vier Doku­men­te. Haupt­quel­len sind die bei­den jähr­li­chen Ver­fas­sungs­schutz­be­rich­te des Lan­des Ber­lin – der Bericht für 2016 (ver­öf­fent­licht im April 2017) und der Bericht für 2025 (ver­öf­fent­licht im Juni 2026) – mit ihrem jewei­li­gen Kapi­tel zum Phä­no­men­be­reich Isla­mis­mus. Als Son­der­pu­bli­ka­tio­nen tre­ten der Isla­mis­mus-Moni­tor 2026 und die Hand­rei­chung »Akti­vi­tä­ten isla­mis­ti­scher Akteu­re im Zusam­men­hang mit der Flücht­lings­si­tua­ti­on« (Juni 2016) hin­zu; da sie den­sel­ben Zehn­jah­res­ab­stand auf­span­nen, wer­den sie ergän­zend her­an­ge­zo­gen.

Im Mit­tel­punkt steht jedoch der Ver­gleich des Ber­li­ner Ver­fas­sungs­schutz­be­richts 2016 mit dem von 2025.

Mate­ri­al und Metho­de

Der Ver­gleich folgt einem Ras­ter aus 46 Indi­ka­to­ren in 14 Dimen­sio­nen. Die Dimen­sio­nen rei­chen von der nament­li­chen Akteurs- und Orga­ni­sa­ti­ons­nen­nung über loka­le Ver­or­tung, struk­tu­rel­le Zuord­nung, Quan­ti­fi­zie­rung, Sprach­ge­brauch, Beleg­bar­keit und prak­ti­sche Nutz­bar­keit bis zu Bedro­hungs­ein­stu­fung, ana­ly­ti­scher Tie­fe, Selek­ti­vi­tät sowie zwei Kon­troll­di­men­sio­nen (Genre/Umfang und exter­ner Abgleich).

Jeder Indi­ka­tor wur­de für bei­de Berich­te mit Beleg­stel­le (Sei­ten­an­ga­be und Kurz­zi­tat) kodiert. Als Kodier­ty­pen die­nen Zäh­lun­gen, Ja/N­ein-Wer­te, eine Kon­kre­ti­sie­rungs­ska­la von 0 bis 3 sowie qua­li­ta­ti­ve Anga­ben. Die Ver­än­de­rung zwi­schen 2016 und 2025 wur­de aus Sicht von Kon­kre­ti­sie­rung und Nutz­bar­keit als ver­bes­sert, unver­än­dert oder ver­schlech­tert gewer­tet. Kon­troll­va­ria­blen blie­ben als »nicht bewert­bar« außen vor. Die voll­stän­di­ge Kodie­rung liegt als Kodier­ma­trix vor.

Für die Unter­su­chung wur­den KI-Werk­zeu­ge von claude.ai unter­stüt­zend ein­ge­setzt. Dies umfass­te die Kodie­rung und die Text­ana­ly­se im Rah­men einer Indi­ka­to­ren­ma­trix. Die Recher­che, Quel­len­aus­wahl und ‑prü­fung, Bewer­tung und alle Schluss­fol­ge­run­gen lie­gen bei AK Polis.

Zur begriff­li­chen Klar­stel­lung: In den Doku­men­ten erscheint die »Deut­sche Mus­li­mi­sche Gemein­schaft e. V.« (DMG). Dabei han­delt es sich um die 2018 umbe­nann­te frü­he­re Isla­mi­sche Gemein­schaft in Deutsch­land (IGD), die der Mus­lim­bru­der­schaft zuzu­rech­nen ist; der Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2025 führt sie als lega­lis­ti­sche Orga­ni­sa­ti­on mit Sitz in Ber­lin. Die »Deutsch­spra­chi­ge Mus­li­mi­sche Gemein­schaft e. V.« (DMG) hin­ge­gen ist eine sala­fis­ti­sche Orga­ni­sa­ti­on, die am 12. Juni 2024 ver­bo­ten wur­de und im Moni­tor im Zusam­men­hang mit den Pre­di­gern »Abul Baraa« und »Amir al-Kina­ni« erscheint. Wo im Fol­gen­den von der DMG die Rede ist, ist die Deut­sche Mus­li­mi­sche Gemein­schaft (IGD-Nach­fol­ge­rin) gemeint, sofern nicht aus­drück­lich anders bezeich­net.

Ergeb­nis­se im Über­blick

Von den 46 Indi­ka­to­ren wur­den 38 gewer­tet. Von die­sen sind 20 ver­schlech­tert, 17 unver­än­dert und einer ver­bes­sert. Die Ver­tei­lung über die Dimen­sio­nen ist ungleich: In den Dimen­sio­nen loka­le Ver­or­tung (B), struk­tu­rel­le Zuord­nung ( C), prak­ti­sche Nutz­bar­keit (H) und Selek­ti­vi­tät (K3) sind alle Indi­ka­to­ren ver­schlech­tert; bei Quan­ti­fi­zie­rung (D), Begriffs­schär­fe und Bedro­hungs­ein­stu­fung (K1) blei­ben die Wer­tun­gen weit­ge­hend gleich.

Ergeb­nis­se im Ein­zel­nen

A – Akteurs- und Orga­ni­sa­ti­ons­nen­nung. Bei­de Berich­te nen­nen auf der Orga­ni­sa­ti­ons­ebe­ne eine ver­gleich­ba­re Zahl isla­mis­ti­scher Akteu­re – 2016 min­des­tens 15 nament­lich. 2016 sind dies unter ande­rem die IGD, die euro­päi­schen Dach­struk­tu­ren FIOE, FAD und ECFR sowie die Mil­lî Görüş-Bewe­gung; 2025 die Deut­sche Mus­li­mi­sche Gemein­schaft, die Mil­lî Görüş-Bewe­gung sowie – im gewalt­ori­en­tier­ten Bereich – HAMAS, Hizb Allah, Hizb ut-Tah­r­ir, der Isla­mi­sche Staat und wei­te­re. Ver­bes­sert hat sich die Kennt­lich­ma­chung der Kon­ti­nui­tät: Der Bericht 2025 weist die DMG aus­drück­lich als Nach­fol­ge­rin der IGD aus (S. 82). Ver­schlech­tert hat sich die Nen­nung über­re­gio­na­ler Dach­ver­bän­de: Die 2016 benann­ten Struk­tu­ren FIOE, FAD und ECFR feh­len 2025.

B – Loka­le und geo­gra­fi­sche Ver­or­tung. 2016 benann­te der Bericht die der Mus­lim­bru­der­schaft bezie­hungs­wei­se der IGD nahe­ste­hen­den Ber­li­ner Moschee­ver­ei­ne nament­lich und ord­ne­te sie Bezir­ken zu: das Inter­kul­tu­rel­le Zen­trum für Dia­log und Bil­dung (Mit­te), das Isla­mi­sche Kul­tur- und Erzie­hungs­zen­trum (Neu­kölln) und das Tei­ba-Kul­tur­zen­trum (Span­dau); die Hand­rei­chung 2016 nennt zusätz­lich den Hilfs­ver­ein Hayah. 2025 wird im lega­lis­ti­schen Spek­trum kei­ne Ber­li­ner Gemein­de, kein Bezirk und kei­ne Ein­rich­tung benannt; die DMG erscheint allein »mit Sitz in Ber­lin«. Alle drei Indi­ka­to­ren die­ser Dimen­si­on sind ver­schlech­tert.

C – Struk­tu­rel­le und Netz­werk-Zuord­nung. 2016 stell­te der Bericht die Ver­flech­tung von IGD, euro­päi­schen Dach­ver­bän­den und Ber­li­ner Ver­ei­nen dar und benann­te ein­zel­ne Funk­ti­ons- und Ideo­lo­gie­trä­ger. 2025 beschränkt sich die Dar­stel­lung auf zwei Zuord­nun­gen: die DMG als mit­glie­der­stärks­te Orga­ni­sa­ti­on von MB-Anhän­gern und die Abstam­mung der HAMAS aus der Mus­lim­bru­der­schaft. Die loka­le Ebe­ne und die euro­päi­schen Ver­flech­tun­gen ent­fal­len. Alle vier Indi­ka­to­ren sind ver­schlech­tert.

D – Quan­ti­fi­zie­rung des Phä­no­mens. Die Per­so­nen­zah­len wer­den in bei­den Berich­ten orga­ni­sa­ti­ons­scharf aus­ge­wie­sen. 2016 (S. 33): Sala­fis­mus 840, lega­lis­ti­scher Isla­mis­mus 620 (davon MB/IGD 120, MGB 500), Isla­mis­mus ins­ge­samt 1.890. 2025 (S. 83): Sala­fis­mus 1.250, lega­lis­ti­scher Isla­mis­mus 650 (davon MB/DMG 200, MGB 450), ins­ge­samt 2.590, jeweils mit Vor­jah­res­wert und Ver­än­de­rungs­an­ga­be. Die­se Dimen­si­on zeigt kei­ne Ent­kon­kre­ti­sie­rung; der Bericht 2025 ist hier mit Vor­jah­res­ver­gleich aus­ge­wie­sen. Ver­schlech­tert ist allein die Anga­be kon­kre­ter Ein­rich­tungs­zah­len, da 2025 kei­ne Ein­rich­tun­gen benannt wer­den.

Der Zuwachs des Gesamt­po­ten­zi­als von 1.890 auf 2.590 wird über­wie­gend vom Sala­fis­mus getra­gen (840 auf 1.250); das lega­lis­ti­sche Poten­zi­al stieg im sel­ben Zeit­raum nur leicht (620 auf 650), wäh­rend der der Mus­lim­bru­der­schaft zuge­rech­ne­te Teil von 120 auf 200 zunahm.

E – Begriffs- und Sprach­ge­brauch. Bei­de Berich­te defi­nie­ren die Kern­be­grif­fe; 2025 ent­hält zusätz­lich ein Glos­sar. Der lega­lis­ti­sche Abschnitt 2025 ist über­wie­gend kate­go­ri­al und in Steck­brief­form gehal­ten. Eine Aus­zäh­lung rela­ti­viert hier einen nahe­lie­gen­den Ver­dacht: Die Dich­te benann­ter Orga­ni­sa­tio­nen (Orga­ni­sa­ti­ons­kür­zel je 1.000 Wör­ter) ist in bei­den Kapi­teln gleich (rund 12,5), und 2025 ver­wen­det sogar etwas weni­ger Vagheits‑, Pas­siv- und Kon­junk­tiv­kon­struk­tio­nen als 2016. Über das gan­ze Kapi­tel wur­de die Spra­che also nicht abs­trak­ter – mit­be­stimmt vom kon­kret benann­ten gewalt­ori­en­tier­ten Spek­trum. Die Ent­kon­kre­ti­sie­rung sitzt damit nicht im Sprach­stil, son­dern in der geziel­ten Aus­las­sung der loka­len lega­lis­ti­schen Struk­tu­ren (Dimen­sio­nen B und C). Die bei­den aus­ge­zähl­ten wort­be­zo­ge­nen Indi­ka­to­ren (Namens­dich­te, Vag­heits­mar­ker) sind daher unver­än­dert; ledig­lich der qua­li­ta­tiv ein­ge­schätz­te agens­lo­se Nomi­nal­stil ist im lega­lis­ti­schen Abschnitt 2025 etwas stär­ker aus­ge­prägt.

F – Wir­kungs- und Maß­nah­men­be­richt­erstat­tung. Bei­de Berich­te beschrei­ben das Lan­des­pro­gramm Radi­ka­li­sie­rungs­prä­ven­ti­on. Erfolgs- oder Wir­kungs­kenn­zah­len der Dera­di­ka­li­sie­rung wer­den in kei­nem der bei­den Jah­re aus­ge­wie­sen. Der Moni­tor 2026 nennt Ein­gangs­grö­ßen: 2,1 Mil­lio­nen Euro für elf Pro­jek­te (2024) und knapp 1,9 Mil­lio­nen Euro für neun Pro­jek­te (2025) – Mit­tel und Pro­jekt­zah­len, kei­ne Wir­kungs­kenn­zah­len. Bei­de Indi­ka­to­ren sind unver­än­dert; das Defi­zit der feh­len­den Wir­kungs­mes­sung besteht in bei­den Jah­ren.

G – Beleg­bar­keit und Nach­voll­zieh­bar­keit. Bei­de Berich­te bele­gen Aus­sa­gen über Fuß­no­ten und Quel­len; 2025 stützt sich unter ande­rem auf die Poli­zei­li­che Kri­mi­nal­sta­tis­tik und Gerichts- und Behör­den­mel­dun­gen. Ver­schlech­tert ist die Beleg­tie­fe im lega­lis­ti­schen Abschnitt: Die Ein­stu­fung der DMG als mit­glie­der­stärks­te MB-Orga­ni­sa­ti­on steht ohne loka­le Bele­ge.

H – Prak­ti­sche Nutz­bar­keit. 2016 lie­fer­ten die benann­ten Ber­li­ner Ver­ei­ne und Bezir­ke Anknüp­fungs­punk­te für die Prä­ven­ti­ons­ar­beit vor Ort. 2025 sind für das lega­lis­ti­sche Spek­trum die bei­den für die Pra­xis maß­geb­li­chen Fra­gen – wer und wo – nicht mehr aus dem Bericht zu beant­wor­ten; auf der Orga­ni­sa­ti­ons­ebe­ne fin­den sich Namen, auf der loka­len Ebe­ne nicht. Alle drei Indi­ka­to­ren sind ver­schlech­tert.

I – Gen­re, Umfang und Adres­sat (Kon­trol­le). Bei­de Doku­men­te sind Ver­fas­sungs­schutz­be­rich­te und damit gat­tungs­gleich; dies ist der kon­trol­lier­te Haupt­ver­gleich. Der Umfang des Isla­mis­mus-Kapi­tels ging von 55 Sei­ten (2016) auf 12 Sei­ten (2025) zurück; auch der Text­um­fang, gemes­sen an der Zahl der Wör­ter, schrumpf­te auf etwa ein Vier­tel – von rund 16.100 auf rund 3.700 Wör­ter. Weil die Wort­dich­te je Sei­te in bei­den Berich­ten ver­gleich­bar ist, beruht die­ser Rück­gang nicht auf dem luf­ti­ge­ren Lay­out, son­dern betrifft den Text selbst. Der Gesamt­be­richt ist mit 140 Sei­ten (2025) gegen­über 226 Sei­ten (2016) eben­falls schlan­ker. Der Adres­sa­ten­kreis ist in bei­den Fäl­len ver­gleich­bar.

K1 – Bedro­hungs- und Sta­tus­ein­stu­fung. Die Ein­stu­fung der lega­lis­ti­schen Akteu­re ist nicht abge­schwächt: Der Bericht 2025 bezeich­net die Mil­lî Görüş-Bewe­gung als anti­se­mi­tisch geprägt und die Mus­lim­bru­der­schaft als isla­mis­tisch; bei­de Orga­ni­sa­tio­nen wer­den wei­ter im Per­so­nen­po­ten­zi­al geführt. Die drei Indi­ka­to­ren sind unver­än­dert.

K2 – Ana­ly­ti­sche Tie­fe. 2016 beschrieb der Bericht die Vor­ge­hens­wei­se lega­lis­ti­scher Akteu­re kon­kret, etwa über den Fat­wa-Aus­schuss Deutsch­land, Jugend­kon­fe­ren­zen und die Rol­le von Vor­be­tern. 2025 bleibt die Beschrei­bung all­ge­mein (»isla­mis­ti­sche Posi­tio­nen in Dis­kur­sen ver­an­kern«, »Deu­tungs­ho­heit«). Modus-Ope­ran­di-Beschrei­bung und kon­kre­te Fall­bei­spie­le für das lega­lis­ti­sche Spek­trum (2016 meh­re­re, 2025 kei­ne) sind ver­schlech­tert; Begriffs­de­fi­ni­tio­nen sind unver­än­dert vor­han­den. Eine eige­ne Früh­warn-Indi­ka­to­ren­lis­te ent­hält kei­ner der bei­den Berich­te – eine sol­che fin­det sich allein in der Hand­rei­chung 2016.

K3 – Selek­ti­vi­tät. 2016 waren bei­de Spek­tren kon­kret beschrie­ben: sala­fis­ti­sche Tref­for­te wie die As-Saha­ba- oder die Al-Nur-Moschee eben­so wie die lega­lis­ti­schen Ver­ei­ne. 2025 bleibt das gewalt­ori­en­tier­te und sala­fis­ti­sche Spek­trum kon­kret benannt – mit Pre­di­gern, Netz­wer­ken wie »Gene­ra­ti­on Islam« und ein­zel­nen Fäl­len –, wäh­rend der lega­lis­ti­sche Bereich auf abs­trak­te Kurz­pro­fi­le redu­ziert wird. Auch die 2016 benann­ten Vor­feld- und Aus­lands­be­zü­ge des lega­lis­ti­schen Spek­trums ent­fal­len. Alle drei Indi­ka­to­ren sind ver­schlech­tert.

K4 – Form und Beleg­ap­pa­rat. Das Per­so­nen­po­ten­zi­al ist 2025 als Schau­bild mit Ver­än­de­rungs­an­ga­ben dar­ge­stellt; bei­de Berich­te ver­wei­sen auf Quel­len. Die Kon­ti­nui­tät IGD→DMG ist 2025 benannt, die frü­her genann­ten loka­len Ver­ei­ne wer­den jedoch nicht fort­ge­führt. Die Indi­ka­to­ren sind über­wie­gend unver­än­dert; Aus­zäh­lun­gen recht­li­cher Vor­be­hal­te wur­den nicht vor­ge­nom­men.

K5 – Exter­ner Abgleich und alter­na­ti­ve Erklä­run­gen (Kon­trol­le). Die­se Indi­ka­to­ren blei­ben unbe­wer­tet, weil sie der Absi­che­rung die­nen. Ein Abgleich mit den Berich­ten des Bun­des­am­tes für Ver­fas­sungs­schutz und ande­ren Län­dern steht aus; die alter­na­ti­ven Erklä­run­gen (Kla­ge­ri­si­ko, Daten­schutz­recht, geän­der­te inter­ne Maß­stä­be) sind zu prü­fen.

Fünf Kern­be­fun­de

Ers­tens: Die Quan­ti­fi­zie­rung blieb erhal­ten. Der Ber­li­ner Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2025 nennt die Deut­sche Mus­li­mi­sche Gemein­schaft, weist die Nach­fol­ge der IGD aus und bezif­fert das lega­lis­ti­sche Poten­zi­al orga­ni­sa­ti­ons­scharf. Die Kri­tik der feh­len­den Nen­nung der Deut­schen Mus­li­mi­schen Gemein­schaft betrifft den Moni­tor 2026, nicht den Ver­fas­sungs­schutz­be­richt; im Moni­tor erscheint allein die gleich­na­mi­ge, sala­fis­ti­sche Deutsch­spra­chi­ge Mus­li­mi­sche Gemein­schaft. Inso­fern ist der Ber­li­ner Ver­fas­sungs­schutz­be­richt, der im Juni 2026 ver­öf­fent­licht wur­de, prä­zi­ser als der Ber­li­ner Isla­mis­mus-Moni­tor aus dem April 2026. Mög­li­cher­wei­se hat dies ledig­lich redak­tio­nel­le Grün­de.

Zwei­tens: Stei­gen­de Zah­len, ver­schwin­den­de Struk­tu­ren. Das Lan­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz Ber­lin hat das lega­lis­ti­sche Spek­trum nicht aus sei­nem Blick genom­men, son­dern führt es wei­ter im Per­so­nen­po­ten­zi­al. Das lega­lis­ti­sche Poten­zi­al blieb mit 620 (2016) und 650 (2025) nahe­zu kon­stant, doch die der Mus­lim­bru­der­schaft zuge­rech­ne­te Zahl stieg von 120 auf 200 – ein Auf­wuchs um zwei Drit­tel –, und das Gesamt­po­ten­zi­al des Isla­mis­mus wuchs von 1.890 auf 2.590. Die­se Zah­len wer­den wei­ter aus­ge­wie­sen, die zuge­hö­ri­gen kon­kre­ten loka­len Struk­tu­ren jedoch nicht mehr; dar­in liegt ein inne­rer Wider­spruch. Zum einen ist das Per­so­nen­po­ten­zi­al eine Bedro­hungs­kenn­zahl: Wird sie bei­be­hal­ten oder – wie beim Spek­trum der Mus­lim­bru­der­schaft – erhöht, hat der Ver­fas­sungs­schutz sei­ne Ein­stu­fung gera­de nicht zurück­ge­nom­men. Der Weg­fall der Benen­nung lässt sich also nicht damit erklä­ren, die betref­fen­den Struk­tu­ren wür­den nicht mehr als extre­mis­tisch bewer­tet; andern­falls müss­te das Poten­zi­al sin­ken. Zum ande­ren setzt jede sol­che Zäh­lung eine orga­ni­sa­to­ri­sche Zuord­nung vor­aus: Wer 200 Anhän­ger der Mus­lim­bru­der­schaft in Ber­lin bezif­fert, muss wis­sen, wel­chen Struk­tu­ren er sie zurech­net. Die Behör­de besitzt die­se Kennt­nis dem­nach – sie ver­öf­fent­licht sie nur nicht. Die Lücke ist damit kein Erkenntnis‑, son­dern ein Dar­stel­lungs­pro­blem. Und schließ­lich sprä­che eine kon­stan­te oder wach­sen­de Zahl für mehr Kon­kre­ti­sie­rung, nicht für weni­ger: Ein zuneh­men­des Per­so­nen­po­ten­zi­al bei gleich­zei­tig abneh­men­der Benen­nung der zuge­hö­ri­gen Struk­tu­ren ist das Gegen­teil des­sen, was eine an der Gefähr­dungs­la­ge ori­en­tier­te Bericht­erstat­tung erwar­ten lie­ße.

Drit­tens: Ver­lo­ren ging die loka­le Ebe­ne. Die Ver­schlech­te­rung liegt unter­halb der Orga­ni­sa­ti­ons­ebe­ne. Die 2016 benann­ten Ber­li­ner Ver­ei­ne, Bezir­ke und euro­päi­schen Dach­ver­bän­de des lega­lis­ti­schen Spek­trums sind 2025 nicht mehr genannt. Für die Prä­ven­ti­ons­pra­xis fehlt damit der loka­le Bezugs­punkt: Die Fra­gen, wer vor Ort aktiv ist und wo, sind aus dem Bericht 2025 für die­ses Spek­trum nicht zu beant­wor­ten.

Vier­tens: Die Ent­kon­kre­ti­sie­rung ist selek­tiv. Sie betrifft das lega­lis­ti­sche Spek­trum, wäh­rend das gewalt­ori­en­tier­te und sala­fis­ti­sche Spek­trum kon­kret benannt bleibt. Die­se Ungleich­be­hand­lung spricht dafür, dass die Zurück­hal­tung nicht allein ein all­ge­mei­ner Stil­wan­del hin zu kür­ze­ren Berich­ten ist. Sie deckt sich mit einer ein­fa­chen Asym­me­trie des Pro­zess­ri­si­kos: Gewalt­na­he Akteu­re wie die HAMAS oder der ›Isla­mi­sche Staat‹ kla­gen nicht gegen ihre Erwäh­nung, lega­lis­ti­sche Ver­ei­ne dage­gen schon – mit­un­ter erfolg­reich. Ob die Zurück­hal­tung bewusst erfolgt oder als Neben­wir­kung die­ser Risi­ko­ab­wä­gung, lässt sich aus den Berich­ten nicht ent­schei­den; der Effekt – feh­len­de Anknüp­fungs­punk­te für die Prä­ven­ti­on – ist der­sel­be.

Fünf­tens: Die Wirk­sam­keit bleibt unbe­zif­fert. Das Defi­zit der feh­len­den Quan­ti­fi­zie­rung der benann­ten staat­li­chen Maß­nah­men bestand 2016 und besteht auch noch zehn Jah­re spä­ter. Erfol­ge der Isla­mis­mus­prä­ven­ti­on und der Isla­mis­mus­be­kämp­fung wer­den zu kei­nem Zeit­punkt in mess­ba­ren Grö­ßen aus­ge­wie­sen.

Alter­na­ti­ve Erklä­run­gen

Es gibt meh­re­re Erklä­run­gen für die Ver­schlech­te­run­gen, die sich mit dem vor­lie­gen­den Mate­ri­al nicht aus­schlie­ßen las­sen. So kann die Poli­tik Ein­fluss neh­men oder die nament­li­che Nen­nung von Ver­ei­nen und Moscheen gericht­lich ange­grif­fen wer­den; nach poli­ti­schen Inter­ven­tio­nen, Per­so­nal­wech­seln oder nach ver­lo­re­nen oder anhän­gi­gen Ver­fah­ren kön­nen Behör­den zu unkon­kre­ten For­mu­lie­run­gen ver­an­lasst sein. Ver­schärf­te daten­schutz- und per­sön­lich­keits­recht­li­che Vor­ga­ben kom­men eben­so in Betracht wie der ins­ge­samt gerin­ge­re Umfang des Berichts 2025.

Für zwei die­ser Erklä­run­gen – den poli­ti­schen Ein­fluss und das juris­ti­sche Risi­ko – lie­gen mit dem Sach­buch »Unter­wan­de­rung« von Sascha Ada­mek (2026) Ansät­ze vor:

  • Ada­mek datiert den Wen­de­punkt auf das Jahr 2010, seit dem der Mus­lim­bru­der­schaft zuge­rech­ne­te Ber­li­ner Moschee­ver­ei­ne nach und nach aus den Ver­fas­sungs­schutz­be­rich­ten ver­schwan­den. Belegt ist vor allem der juris­ti­sche Weg: Die Neu­köll­ner Begeg­nungs­stät­te (NBS / Dar as-Salam, Neu­kölln) klag­te 2017 gegen ihre Erwäh­nung, unter­lag vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt, obsieg­te jedoch im Eil­ver­fah­ren vor dem Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin; danach ent­fie­len die Namen der NBS und des IZDB (Mit­te), Letz­te­res ab 2017. Das Gericht bean­stan­de­te vor allem die Unklar­heit der Dar­stel­lung und hielt zugleich aus­drück­lich fest: »Die Beob­ach­tung des Ver­eins durch den Ver­fas­sungs­schutz ist dadurch nicht aus­ge­schlos­sen.« Die Strei­chung beruh­te dem­nach auf einer angreif­ba­ren For­mu­lie­rung, nicht auf einer Ent­las­tung (S. 135 ff.).

    Die Wir­kung sol­cher Ver­fah­ren reicht über die kla­gen­den Ver­ei­ne hin­aus. Aus den Erfah­run­gen damit, wel­che For­mu­lie­run­gen vor Gericht angreif­bar waren, folgt ein Anpas­sungs­druck auf die Berichts­spra­che ins­ge­samt: Um gerichts­fest zu blei­ben, wer­den Aus­sa­gen all­ge­mei­ner gehal­ten, nicht nur gegen­über dem ein­zel­nen Klä­ger, son­dern für ver­gleich­ba­re Akteu­re des­sel­ben Milieus. Die­ser Abschre­ckungs­ef­fekt erklärt, war­um die Ent­kon­kre­ti­sie­rung das lega­lis­ti­sche Spek­trum breit erfasst und nicht auf die weni­gen tat­säch­lich kla­gen­den Orga­ni­sa­tio­nen beschränkt bleibt.

    Dane­ben schil­dert Ada­mek eine poli­ti­sche Ein­fluss­nah­me: Berich­ten zufol­ge habe unter dem Regie­ren­den Bür­ger­meis­ter von Ber­lin, Micha­el Mül­ler (SPD), der Pro­to­koll­chef der Ber­li­ner Senats­kanz­lei, Vol­ker Pel­let, beim dama­li­gen Lei­ter des Ber­li­ner Ver­fas­sungs­schut­zes ange­fragt, ob die NBS nach der Kri­tik an der Ver­lei­hung des Lan­des­ver­dienst­or­dens an ihren Imam (2015) noch erwähnt wer­den müs­se; der Ver­fas­sungs­schutz habe dies abge­lehnt. Pel­let bestrei­tet, sich an ein sol­ches Tele­fo­nat zu erin­nern; wei­te­re Betei­lig­te äußer­ten sich nicht (S. 138). Bei­de Strän­ge betref­fen die loka­len lega­lis­ti­schen Struk­tu­ren, deren Weg­fall der vor­lie­gen­de Ver­gleich fest­stellt.

Eine wei­te­re, struk­tu­rel­le Erklä­rung ist eine zuwei­len in Debat­ten genann­te Schwer­punkt­ver­la­ge­rung nach den Anschlä­gen der Jah­re 2015 und 2016. Mit den isla­mis­ti­schen Ter­ror­an­schlä­gen am 13. Novem­ber 2015 in Paris – und in Deutsch­land spä­tes­tens nach dem isla­mis­ti­schen Ter­ror­an­schlag auf den Ber­li­ner Weih­nachts­markt an der Gedächt­nis­kir­che am 19. Dezem­ber 2016 – sei­en bei den Sicher­heits­be­hör­den Res­sour­cen in die Ter­ro­ris­mus­ab­wehr ver­scho­ben wor­den. Die Kapa­zi­tä­ten der Ter­ro­ris­mus­ab­wehr wur­den in Deutsch­land jedoch bereits seit 2001 kon­ti­nu­ier­lich aus­ge­baut; schon 2011 kam es am Frank­fur­ter Flug­ha­fen zu einem voll­ende­ten isla­mis­ti­schen Anschlag, wei­te­re wur­den in den Jah­ren zuvor wie danach ver­hin­dert. Die Jah­re 2015 und 2016 mar­kie­ren daher vor allem eine Zäsur der öffent­li­chen Wahr­neh­mung. Vor allem aber wur­de die Ein­stu­fung des lega­lis­ti­schen Spek­trums als extre­mis­tisch nicht zurück­ge­nom­men – sie wird wei­ter im Per­so­nen­po­ten­zi­al geführt, die Zahl der Mus­lim­bru­der­schaft sogar erhöht. Die Ungleich­be­hand­lung liegt damit vor­ran­gig in der Dar­stel­lung (und mög­li­cher­wei­se in der Bear­bei­tungs­tie­fe), jedoch nicht in der Bedro­hungs­be­wer­tung.

Die Ver­wal­tungs­ge­rich­te stel­len an die öffent­li­che Ein­stu­fung als »gesi­chert extre­mis­tisch« hohe Anfor­de­run­gen; die Bericht­erstat­tung über blo­ße »Ver­dachts­fäl­le« ist juris­tisch weni­ger angreif­bar, ver­langt aber eine sorg­fäl­ti­ge Abwä­gung des öffent­li­chen Inter­es­ses. Für Ber­lin ist das neu­er­dings rele­vant: Anders als Bund und ande­re Län­der durf­te das Land bis­lang nicht über Ver­dachts­fäl­le berich­ten; mit der Ände­rung des Ber­li­ner Ver­fas­sungs­schutz­ge­set­zes 2026 wird das mög­lich. Damit besteht – zumin­dest recht­lich – ein Weg, das der Mus­lim­bru­der­schaft nahe Spek­trum wie­der kon­kre­ter zu benen­nen, sofern das öffent­li­che Inter­es­se dar­ge­legt wird. Die Ein­schrän­kung: Eine Ver­dachts­fall-Ein­stu­fung lässt sich nicht über vie­le Jah­re auf­recht­erhal­ten.

Der Befund ist zudem nicht auf Ber­lin beschränkt: Eine ver­gleich­ba­re Zurück­hal­tung lässt sich in nahe­zu allen Lan­des­ver­fas­sungs­schutz­be­rich­ten beob­ach­ten, deren Öffent­lich­keits­dar­stel­lung sich über die Jah­re ange­gli­chen hat. Trei­bend ist dabei auch die Recht­spre­chung. Mit dem »Recht auf Ver­ges­sen« hielt das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt 2019 fest, dass die belas­ten­de Wir­kung einer Ver­öf­fent­li­chung mit fort­schrei­ten­der Zeit neu zu bewer­ten ist (BVerfG, Urteil vom 6. Novem­ber 2019, 1 BvR 16/13). In der Fol­ge nen­nen die Ämter eine Orga­ni­sa­ti­on ten­den­zi­ell nur noch dann, wenn in den zurück­lie­gen­den Jah­ren gerichts­ver­wert­ba­re Erkennt­nis­se ange­fal­len sind; auch dass online meist nur die jüngs­ten Jah­res­be­rich­te vor­ge­hal­ten wer­den, gehört zu die­ser Pra­xis. Umso wich­ti­ger ist die Initia­ti­ve verfassungsschutzberichte.de, die älte­re Berich­te dau­er­haft zugäng­lich hält – getra­gen von der Open Know­ledge Foun­da­ti­on Deutsch­land, dem Anti­fa­schis­ti­schen Pres­se­ar­chiv und Bil­dungs­zen­trum Ber­lin e. V. (apa­biz), das hun­der­te Berich­te bereit­ge­stellt hat, dem Inter­net Archi­ve sowie der Open-Source-Com­mu­ni­ty, die beim Sam­meln und der digi­ta­len Auf­be­rei­tung der Berich­te gehol­fen haben.

Abschlie­ßend bleibt fest­zu­stel­len, dass die Unter­su­chung metho­di­sche Gren­zen hat. Die Daten­ba­sis ist in zwei­fa­cher Hin­sicht begrenzt: Sie betrifft allein Ber­lin, und sie stellt mit 2016 und 2025 nur Anfangs- und End­punkt des Jahr­zehnts gegen­über, nicht den Ver­lauf dazwi­schen. Wann genau und wie schritt­wei­se die Benen­nung zurück­ging, und wel­che wei­te­ren Erkennt­nis­se zu errei­chen sind, müss­te Gegen­stand wei­te­rer Unter­su­chun­gen sein – idea­ler­wei­se im Län­der­ver­gleich und über meh­re­re Jahr­gän­ge hin­weg. Die­se pri­va­te Unter­su­chung des AK Polis ver­steht sich inso­weit als Impuls­ge­ber: Die Mit­tel für eine sys­te­ma­ti­sche, breit ange­leg­te Auf­ar­bei­tung lie­gen bei den Sicher­heits­be­hör­den selbst und an den öffent­li­chen Uni­ver­si­tä­ten. Die wort­be­zo­ge­nen Sprach­in­di­ka­to­ren (Namens- und Vag­heits­mar­ker­dich­te) wur­den aus­ge­zählt; eini­ge wei­te­re Indi­ka­to­ren des Sprach­ge­brauchs und des Beleg­ap­pa­rats beru­hen wei­ter­hin auf qua­li­ta­ti­ver Ein­schät­zung. Die Wer­tun­gen geben die Sicht auf Kon­kre­ti­sie­rung und Nutz­bar­keit wie­der, nicht ein Gesamt­ur­teil über die Qua­li­tät der Berich­te.

Quel­len

2016

Senats­ver­wal­tung für Inne­res und Sport, Abtei­lung Ver­fas­sungs­schutz (April 2017): »Ver­fas­sungs­schutz­be­richt Ber­lin 2016«. Online ver­füg­bar unter: LINK (archi­viert)

Senats­ver­wal­tung für Inne­res und Sport, Abtei­lung Ver­fas­sungs­schutz (Juni 2016): »Akti­vi­tä­ten isla­mis­ti­scher Akteu­re im Zusam­men­hang mit der Flücht­lings­si­tua­ti­on«. Hand­rei­chung. Online ver­füg­bar unter: LINK (archi­viert)

2026

Senats­ver­wal­tung für Inne­res und Sport, Abtei­lung Ver­fas­sungs­schutz (Juni 2026): »Ver­fas­sungs­schutz­be­richt Ber­lin 2025«. Online ver­füg­bar unter: LINK (archi­viert)

Senats­ver­wal­tung für Inne­res und Sport (April 2026): »Isla­mis­mus-Moni­tor. Aktu­el­le Ent­wick­lun­gen in Extre­mis­mus und Ter­ro­ris­mus«. Online ver­füg­bar unter: LINK (archi­viert)

Wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen

AK Polis (15. April 2026): »Ber­li­ner Senat ver­öf­fent­licht Isla­mis­mus-Moni­tor«. Online ver­füg­bar unter: LINK

Sascha Ada­mek: »Unter­wan­de­rung – Der Poli­ti­sche Islam wei­ter auf dem Vor­marsch«. Mün­chen (LMV), 2026, ISBN 978–3‑7844–3763‑7. Bespre­chung auf ak-polis.de

Die voll­stän­di­ge Kodie­rung mit allen Wer­ten und Beleg­stel­len liegt als Kodier­ma­trix in MS Excel vor und kann zur Nach­prü­fung beim Sekre­ta­ri­at des AK Polis ange­for­dert wer­den.