SPD: Här­ter gegen Poli­ti­schen Islam und Iran-Regime vor­ge­hen – Soli­da­ri­tät mit den Demons­trie­ren­den

Der Arbeitskreis Säkularität und Humanismus (AKSH) beim Parteivorstand der SPD fordert eine härtere Gangart gegen den politischen Islam und gegen Vertreter des iranischen Regimes in Deutschland. In einer vom AKSH-Vorstand einstimmig beschlossenen Erklärung heißt es, der Schutz insbesondere für säkulare und liberale Iranerinnen und Iraner in Deutschland müsse deutlich verstärkt werden. Menschen aus dem Iran seien auch hierzulande einer anhaltenden Bedrohung durch das Regime ausgesetzt.

In dem Posi­ti­ons­pa­pier des AKSH zur aktu­el­len Lage im Iran wird zudem eine dra­ma­ti­sche Ver­schär­fung der Repres­si­on fest­ge­stellt. Dabei gehe es nicht allein um wirt­schaft­li­che Pro­ble­me, wie häu­fig ver­kürzt dar­ge­stellt wer­de. »Die Men­schen wol­len die­se isla­mis­ti­sche Regie­rung nicht mehr. Das Regime hat sei­ne Legi­ti­ma­ti­on ver­lo­ren und reagiert zuneh­mend panisch. Dies erfor­dert eine ehr­li­che Ana­ly­se und kla­re Kon­se­quen­zen. Wir soll­ten auch nicht ver­ges­sen: Die­se Regie­rung und ihre Scher­gen bedro­hen Men­schen welt­weit.«

Der AKSH for­dert eine unmiss­ver­ständ­li­che Hal­tung der gesam­ten Par­tei sowie der sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Mit­glie­der der Bun­des­re­gie­rung gegen­über dem ira­ni­schen Regime. Soli­da­ri­tät, Men­schen­rechts­ori­en­tie­rung und Säku­la­ri­tät müss­ten klar kom­mu­ni­ziert und poli­tisch umge­setzt wer­den. Zugleich müs­se deut­lich sein, dass Deutsch­land kei­ne vom Iran gesteu­er­ten Akti­vi­tä­ten des poli­ti­schen Islams tole­rie­ren wer­de.

Die sozi­al­de­mo­kra­ti­schen Minis­te­rin­nen und Minis­ter ruft der AKSH dazu auf, in der Außen­po­li­tik der Koali­ti­on Sank­tio­nen gegen den Iran durch­zu­set­zen und repres­si­ve Insti­tu­tio­nen kon­se­quent zu iso­lie­ren. Zudem müs­se die Frei­las­sung aller poli­ti­schen Gefan­ge­nen im Iran gefor­dert wer­den. Bei einer wei­te­ren Eska­la­ti­on der Situa­ti­on dürf­ten auch die Schlie­ßung der Bot­schaft in Tehe­ran sowie die Aus­wei­sung ira­ni­scher Diplo­ma­ten aus Deutsch­land nicht aus­ge­schlos­sen wer­den. Abschie­bun­gen in den Iran müss­ten nach Auf­fas­sung der säku­la­ren Sozi­al­de­mo­kra­tin­nen und Sozi­al­de­mo­kra­ten sofort gestoppt wer­den. Drin­gend erfor­der­lich sei außer­dem, die ira­ni­schen Revo­lu­ti­ons­gar­den auf die EU-Ter­ror­lis­te zu set­zen.

Die SPD habe stets kon­se­quent an der Sei­te der Demons­trie­ren­den im Iran gestan­den, heißt es wei­ter. Beson­ders Frau­en sei­en einem hohen per­sön­li­chen Risi­ko durch Unter­drü­ckung, Gewalt und reli­giö­sen Zwang aus­ge­setzt. Die­se Hal­tung bil­de die Grund­la­ge für ein ent­schlos­se­nes sozi­al­de­mo­kra­ti­sches und huma­nis­ti­sches Han­deln. Wört­lich heißt es: »Die größ­te reli­giö­se Frei­heit gibt es in einem säku­la­ren Staat!«