»Poli­ti­scher Islam – eine hybri­de Bedro­hung Euro­pas« von Hei­nisch / Scholz / Gus­ten­au

Hei­ko Hei­nisch, Nina Scholz und Gus­tav E. Gus­ten­au legen mit »Poli­ti­scher Islam – eine hybri­de Bedro­hung Euro­pas. Der ›Civi­liza­ti­on Jihad‹ der Mus­lim­bru­der­schaft« eine umfas­sen­de stra­te­gi­sche Ana­ly­se der Mus­lim­bru­der­schaft in Euro­pa vor. Das bei Nomos erschie­ne­ne Werk ver­bin­det Ideo­lo­gie­ana­ly­se, his­to­ri­sche Netz­werk­re­kon­struk­ti­on und sicher­heits­po­li­ti­sche Sze­na­ri­en­bil­dung zu einem Gesamt­bild, das Bestre­bun­gen des Poli­ti­schen Islam erst­mals sys­te­ma­tisch als hybri­de Kon­flikt­form beschreibt.

Hawa­la-Ban­king und Reform des Ver­eins­ge­set­zes: »Auf­de­cken, Auf­klä­ren, Abstel­len«

Das Bun­des­ka­bi­nett hat am 15. April 2026 eine Reform des Ver­eins­ge­set­zes beschlos­sen. Künf­tig sol­len Ver­ei­ne offen­le­gen müs­sen, wenn sie mehr als 10.000 Euro aus dem Nicht-EU-Aus­land oder von damit ver­bun­de­nen Orga­ni­sa­tio­nen erhal­ten. Die Bun­des­re­gie­rung will damit ver­deck­te Ein­fluss­nah­me aus­län­di­scher Regie­run­gen erschwe­ren, das Hawa­la-Ban­king und Finanz­strö­me im Bereich von Extre­mis­mus sowie Spio­na­ge ein­däm­men.

Irans Außen­mi­nis­ter und der »Poli­ti­sche Islam«: Araght­schis Dok­tor­ar­beit an der Uni­ver­si­ty of Kent (1996)

Die Dis­ser­ta­ti­on des heu­ti­gen ira­ni­schen Außen­mi­nis­ters Sey­ed Abbas Araght­schi bie­tet einen tie­fen Ein­blick in sein ideo­lo­gi­sches Ver­ständ­nis des »Poli­ti­schen Islam«. Der Poli­tik­wis­sen­schaft­ler Arno Tausch zeigt, dass Araght­schi zen­tra­le Denk­tra­di­tio­nen isla­mis­ti­scher Bewe­gun­gen posi­tiv deu­tet, gött­li­che Sou­ve­rä­ni­tät über Volks­sou­ve­rä­ni­tät stellt und die ira­ni­sche Ver­fas­sungs­ord­nung als theo­kra­ti­sches Modell affir­ma­tiv wer­tet. Zugleich wirft die Annah­me die­ser Arbeit an einer bri­ti­schen Uni­ver­si­tät grund­sätz­li­che Fra­gen an die Qua­li­täts­si­che­rung in der Poli­tik­wis­sen­schaft und ihre nor­ma­ti­ven Maß­stä­be auf. Der Bei­trag wider­spricht aus­drück­lich jenen Deu­tun­gen, etwa aus der »Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung« (BPB), die den Begriff »Poli­ti­scher Islam« als blo­ßen Kampf­be­griff zurück­wei­sen.

SPD: Här­ter gegen Poli­ti­schen Islam und Iran-Regime vor­ge­hen – Soli­da­ri­tät mit den Demons­trie­ren­den

Der Arbeits­kreis Säku­la­ri­tät und Huma­nis­mus (AKSH) beim Par­tei­vor­stand der SPD for­dert eine här­te­re Gang­art gegen den poli­ti­schen Islam und gegen Ver­tre­ter des ira­ni­schen Regimes in Deutsch­land. In einer vom AKSH-Vor­stand ein­stim­mig beschlos­se­nen Erklä­rung heißt es, der Schutz ins­be­son­de­re für säku­la­re und libe­ra­le Ira­ne­rin­nen und Ira­ner in Deutsch­land müs­se deut­lich ver­stärkt wer­den. Men­schen aus dem Iran sei­en auch hier­zu­lan­de einer anhal­ten­den Bedro­hung durch das Regime aus­ge­setzt.

Isla­mic Reli­ef: Struk­tu­ren, För­de­rung und Ver­flech­tun­gen mit der Mus­lim­bru­der­schaft

Die­ser Bei­trag von Sig­rid Herr­mann doku­men­tiert Struk­tu­ren, Finan­zie­rungs­we­ge sowie staat­li­che, kirch­li­che und pri­va­te Part­ner­netz­wer­ke von Isla­mic Reli­ef – und stellt ihnen behörd­li­che Bewer­tun­gen, intrans­pa­ren­te För­der­prak­ti­ken und bekann­te Ver­flech­tun­gen in extre­mis­ti­sches, mus­lim­bru­der­na­hes Umfeld gegen­über. Im Fokus ste­hen Risi­ken und offe­ne Prüf­be­dar­fe für öffent­li­che Geld­ge­ber und Koope­ra­ti­ons­part­ner.

Rechts­an­walt Ger­hard Stra­te über Isla­mo-Links­extre­mis­mus: »Von allen guten Geis­tern ver­las­sen«

In einem Cice­ro-Bei­trag beschreibt der Ham­bur­ger Rechts­an­walt Ger­hard Stra­te, einer der bekann­tes­ten deut­schen Straf­ver­tei­di­ger, die aus sei­ner Sicht zuge­spitz­te Lage jüdi­schen Lebens in Euro­pa. Er the­ma­ti­siert poli­ti­sche Reak­tio­nen west­li­cher Staa­ten, isla­mis­ti­schen Anti­se­mi­tis­mus sowie ideo­lo­gi­sche Bünd­nis­se zwi­schen Isla­mis­ten und Tei­len der poli­ti­schen Lin­ken.

Ham­burg: Vom Mul­lah-Zen­trum zur »Gedenk­stät­te für die Opfer des Isla­mis­mus«

In Ham­burg for­dert ein welt­an­schau­lich plu­ra­les Bünd­nis, das beschlag­nahm­te Mul­lah-Zen­trum an der Außen­als­ter in eine »Gedenk­stät­te für die Opfer des Isla­mis­mus« umzu­wan­deln. Das Kon­zept »Fünf Pfei­ler gegen Isla­mis­mus« ergänzt: eine Moschee für isla­mi­sche Spi­ri­tua­li­tät unter ver­fas­sungs­kon­for­mer Trä­ger­schaft, eine Doku­men­ta­ti­ons­stel­le Poli­ti­scher Islam, einen Jugend-Bil­dungs­cam­pus sowie ein Jina-Kul­tur­zen­trum. Dies ist ein Kurs­wech­sel und künf­tig soll gel­ten: erin­nern, doku­men­tie­ren, auf­klä­ren – aus Ham­burg, für Deutsch­land und die Welt.

Schind­ler: Online-Pro­pa­gan­da und Finanz­struk­tu­ren der Hamas zer­schla­gen

Der Ter­ro­ris­mus­exper­te Hans-Jakob Schind­ler hat am 10. Dezem­ber 2025 im »The Jewish Chro­nic­le« einen aus­führ­li­chen Kom­men­tar zur aktu­el­len Bedro­hungs­la­ge durch die Hamas ver­öf­fent­licht. Der Bei­trag macht deut­lich: Euro­pa kann Hamas nicht mehr als aus­schließ­lich regio­na­len Akteur im Nahen Osten betrach­ten, denn die Orga­ni­sa­ti­on ope­riert längst mit Struk­tu­ren in Deutsch­land und meh­re­ren euro­päi­schen Län­dern.

ISGAP-Stu­die: »Die lang­fris­ti­ge Ein­fluss­stra­te­gie der Mus­lim­bru­der­schaft«

Am 19. Novem­ber 2025 ver­öf­fent­lich­te das Insti­tu­te for the Stu­dy of Glo­bal Anti­se­mi­tism and Poli­cy (ISGAP) eine Stu­die über die lang­fris­ti­ge Ein­fluss­stra­te­gie der Mus­lim­bru­der­schaft in west­li­chen Demo­kra­tien mit dem Schwer­punkt auf den USA. Auf 256 Sei­ten wer­den sys­te­ma­ti­sche Ana­ly­sen von Stra­te­gien, Netz­wer­ken und Akteu­ren vor­ge­legt sowie Pri­mär­quel­len doku­men­tiert.