»Islamic Relief Worldwide Under Pressure«: GWU-Paper dokumentiert Ergebnisse transnationaler Recherchen

Die Autoren Lorenzo Vidino und Samantha Wampold vom Program on Extremism der George Washington University (GWU) zeichnen in einem Briefing vom 14. Juli 2026 nach, wie das weltweit operierende Organisationsnetzwerk Islamic Relief in den vergangenen Monaten in den USA, in Deutschland und in Schweden unter Druck geraten ist – ausgelöst durch weitere Transparenz bei Extremismusbezügen und Mängel bei Rechenschaftspflichten.
Zweites CERIF-Kolloquium in Paris zur Muslimbruderschaft in Europa

Bei der zweiten internationalen Tagung des CERIF in Paris trugen Forscher aus fünf Ländern den Stand des Wissens zur Muslimbruderschaft in Europa zusammen. Aus Berlin bezifferte Ruud Koopmans mit aktuellen Umfragedaten den Resonanzraum, auf den islamistische Organisationen treffen – und am Fall Islamic Relief wurde deutlich, dass die deutsche Förderpraxis Teil eines europäischen Problems ist.
Terminhinweis 24. Juni: Vom »Blindflug« zur Transparenz: Was folgt aus dem Förderskandal um Islamic Relief?

Rund 15 Millionen Euro Steuergeld flossen vom Auswärtigen Amt an Islamic Relief Deutschland – trotz behördlich dokumentierter Nähe zur Muslimbruderschaft. Der Bundesrechnungshof spricht von einem »Blindflug«. Nach mehrjähriger Klage liegt der Bericht endlich vor. Erstmals öffentliche Diskussion mit Juristin und Autorin Seyran Ateş, Staatsminister a. D. im Auswärtigen Amt Michael Roth (SPD), Islamismusexpertin Sigrid Herrmann, Investigativjournalist Sascha Adamek, Prof. Dr. Jessica Hamed (Direktorin des Instituts für Weltanschauungsrecht), Dr. Hans-Jakob Schindler (Senior Director, Counter Extremism Project), Dr. Lorenzo Vidino (Direktor des Program on Extremism, George Washington University), Dr. Remko Leemhuis (Direktor des AJC Ramer Institute Berlin) und Ali Ertan Toprak (Bundesvorsitzender der Kurdischen Gemeinde Deutschland).
Niedersachsen führt die »Islamische Gemeinschaft Milli Görüş« (IGMG) nach über zehn Jahren wieder im Verfassungsschutzbericht

Der niedersächsische Verfassungsschutzbericht 2025 führt im Kapitel der »Milli Görüs-Bewegung« (MGB) die »Islamische Gemeinschaft Milli Görüş« (IGMG) nach 2014 erstmals wieder auf. Innenministerin Daniela Behrens (SPD) stellte den Bericht am 11. Juni 2026 in Hannover vor.
»Im Blindflug« – Steuermillionen an Islamic Relief vom Auswärtigen Amt

Sachstand AK Polis | Nr. 4 | 10. Juni 2026: »Im Blindflug« – Steuermillionen an Islamic Relief vom Auswärtigen Amt
Vierzehn Merkmale: Umberto Ecos »Ewiger Faschismus« angewendet auf die Hamas

1995 beschrieb Umberto Eco vierzehn Merkmale faschistischer Bewegungen, die in unterschiedlicher historischer Gestalt auftreten können. In diesem Artikel fragt Jan Kapusnak: Taugt Ecos Merkmalskatalog zum Verständnis und zur Analyse der islamistischen Terrororganisation Hamas? Die Hamas bezeichnet sich als »Islamische Widerstandsbewegung«, ging 1987 aus dem palästinensischen Zweig der Muslimbruderschaft hervor und hat als ihr Ziel erklärt, den Staat Israel zu vernichten und auf dessen Gebiet einen islamischen Gottesstaat zu errichten. Und warum erkennen Teile der heutigen Linken Faschismus zwar in seiner europäischen Form, wollen ihn aber nicht erkennen, sobald er in der arabischen Welt unter als »Widerstand« und »Antiimperialismus« auftritt?
»Humanitäre Fassade, islamistischer Unterbau«: Güner Balcı in der Süddeutschen Zeitung über das staatliche Wegsehen im Fall Islamic Relief

In einem Gastbeitrag für die Süddeutsche Zeitung am 3. Juni 2026 nimmt Güner Balcı den Fall Islamic Relief Deutschland zum Anlass, eine grundsätzliche Frage zu stellen: Wie konnte der deutsche Staat über Jahre rund 15 Millionen Euro Steuergeld an eine Organisation mit Nähe zur Hamas und Verbindungen zur Muslimbruderschaft zahlen – und tut bis heute so, als sei damit alles erledigt? Balcıs Befund ist scharf: Nicht die offene Gesellschaft sei das Problem, sondern ein Staat, der sich weigert, sie zu schützen.
»Antisemitismus, Terrorismus und politischer Islam« von Arno Tausch

Arno Tausch legt mit »Antisemitismus, Terrorismus und politischer Islam. Erkenntnisse aus internationalen Meinungsumfragen« eine quantitativ-empirische Analyse des Verhältnisses von Antisemitismus, Terrorunterstützung und Sympathien für den Politischen Islam vor. Das bei Springer VS erschienene Werk bündelt erstmals in deutscher Sprache zehn Kapitel aus vier Büchern, die der Autor zwischen 2019 und 2021 bei Springer und Palgrave Macmillan auf Englisch publizierte, und ergänzt sie um ein eigenständiges Kapitel zur »Islamizität« als Gegenmodell eines offenen, toleranten Islam.
Betrug, illegale Spendenwerbung, Sanktionsverstoß: Die Vorwürfe von Islamic Relief USA gegen Islamic Relief Worldwide (IRW)

Mit ihrer Klage vor dem Bundesgericht in New York will Islamic Relief USA sich von der Mutterorganisation lossagen – und legt dabei Vorwürfe offen, die von illegaler Spendenwerbung über gefälschte Waisenpaten-Unterlagen bis zu einem mutmaßlichen Verstoß gegen US-Sanktionsrecht reichen. Lorenzo Vidino ordnet ein, warum der Schritt nicht nur die globale Struktur von Islamic Relief Worldwide (IRW) erschüttert, sondern auch Regierungen und Spendern weltweit Anlass zu einer erneuten Prüfung ihrer Partnerschaften gibt.
Aufdeckung des Falles Auswärtiges Amt und Islamic Relief: Deutsche Steuermillionen »im Blindflug« (Rechnungshof) in die Kriegsregion Nahost

Dass Islamic Relief Deutschland (IRD) eine Organisation aus dem Umfeld der extremistischen Muslimbruderschaft ist, ist behördlich vielfach dokumentiert – und war im Auswärtigen Amt bekannt. Trotzdem förderte das Amt über Jahre Projekte von IRD mit rund 15 Millionen Euro Steuergeld. Ein Prüfbericht des Bundesrechnungshofes, der dieses Versagen im Detail nachzeichnet, war lange unter Verschluss. Nach einer Klage liegt er nun mit Schwärzungen vor. Er offenbart ignorierte Warnungen, vernichtete Akten, verschleppte Prüfungen und verschwendete Steuergelder – und ein Ministerium, das Hinweise von BND und Verfassungsschutz und seine eigenen Regeln systematisch missachtete.