»Anti­se­mi­tis­mus, Ter­ro­ris­mus und poli­ti­scher Islam« von Arno Tausch

Arno Tausch legt mit »Anti­se­mi­tis­mus, Ter­ro­ris­mus und poli­ti­scher Islam. Erkennt­nis­se aus inter­na­tio­na­len Mei­nungs­um­fra­gen« eine quan­ti­ta­tiv-empi­ri­sche Ana­ly­se des Ver­hält­nis­ses von Anti­se­mi­tis­mus, Ter­ror­un­ter­stüt­zung und Sym­pa­thien für den Poli­ti­schen Islam vor. Das bei Sprin­ger VS erschie­ne­ne Werk bün­delt erst­mals in deut­scher Spra­che zehn Kapi­tel aus vier Büchern, die der Autor zwi­schen 2019 und 2021 bei Sprin­ger und Pal­gra­ve Macmil­lan auf Eng­lisch publi­zier­te, und ergänzt sie um ein eigen­stän­di­ges Kapi­tel zur »Isla­mi­zi­tät« als Gegen­mo­dell eines offe­nen, tole­ran­ten Islam.

»Mus­li­me als Men­schen ers­ter Klas­se – und alle ande­ren als min­der­wer­tig«: Pro­fes­sor Mouha­nad Khor­chi­de warnt

Im WELT-Inter­view vom 18. Mai 2026 äußert sich der Direk­tor des Zen­trums für Isla­mi­sche Theo­lo­gie der Uni­ver­si­tät Müns­ter und Grün­dungs­de­kan der dort zum 1. Juli 2026 errich­te­ten Isla­misch-Theo­lo­gi­schen Fakul­tät, Mouha­nad Khor­chi­de, zur Attrak­ti­vi­tät des Isla­mis­mus bei jun­gen Mus­li­men, zu Spal­tungs­nar­ra­ti­ven im digi­ta­len Raum, zu sei­nem eige­nen Ver­ständ­nis eines welt­of­fe­nen Islam und zum Poli­ti­schen Islam.

Grün-Schwarz in Baden-Würt­tem­berg: Fest­hal­ten am bekennt­nis­ge­bun­de­nen Islam­un­ter­richt mit der Stif­tung Sun­ni­ti­scher Schul­rat

Heu­te tritt in Baden-Würt­tem­berg die neue Lan­des­re­gie­rung von Grü­nen und CDU unter Minis­ter­prä­si­dent Cem Özd­emir an. Auf Sei­te 57 schreibt der Koali­ti­ons­ver­trag 2026–2031 den bekennt­nis­ge­bun­de­nen Islam­un­ter­richt fort – samt der 2019 vom Land mit­ge­grün­de­ten Stif­tung Sun­ni­ti­scher Schul­rat. Schon Vor­gän­ger Kret­sch­mann nann­te das Kon­strukt »ver­fas­sungs­recht­lich auf Kan­te genäht«. Der ein­ge­schla­ge­ne Weg gilt als »neu­er Reli­gi­ons­eta­tis­mus« (Kreß) und ange­sichts gesell­schaft­li­cher Plu­ra­li­sie­rung und säku­la­rer Mehr­hei­ten als bil­dungs­po­li­ti­sche Sack­gas­se.

Hei­ko Hei­nisch im Mena-Watch-Talk über den Poli­ti­schen Islam, die Mus­lim­bru­der­schaft und den hybri­den Kon­flikt in Euro­pa

Anläss­lich des neu­en Buches »Poli­ti­scher Islam – eine hybri­de Bedro­hung. Der ›Civi­liza­ti­on Jihad‹ der Mus­lim­bru­der­schaft« spricht der His­to­ri­ker Hei­ko Hei­nisch über isla­mis­ti­sche Trans­for­ma­ti­ons­stra­te­gien, gesell­schaft­li­che Ein­fluss­nah­me und die lang­fris­ti­ge Her­aus­for­de­rung für libe­ra­le Demo­kra­tien.

Die Isla­mis­mus­kom­pa­ti­bi­li­tät des Islam

Wo beginnt der Isla­mis­mus? Der Poli­tik­wis­sen­schaft­ler Armin Pfahl-Traugh­ber unter­sucht in die­sem Auf­satz aus dem Jahr 2007 die Anknüp­fungs­punk­te isla­mis­ti­scher Ideo­lo­gie in Basis und Geschich­te des Islam.

»Halal ist nicht zer­ti­fi­zier­bar!« – Ein Bei­trag von Lale Akgün

Was, wenn Halal gar nicht das ist, was die Zer­ti­fi­ka­te auf den Waren­ver­pa­ckun­gen und in den Restau­rants ver­spre­chen? Lale Akgün über die stil­le Ver­wand­lung eines ethi­schen Anspruchs in ein Mil­li­ar­den­ge­schäft, von dem auch isla­mis­ti­sche Orga­ni­sa­tio­nen pro­fi­tie­ren.

»Poli­ti­scher Islam – eine hybri­de Bedro­hung Euro­pas« von Hei­nisch / Scholz / Gus­ten­au

Hei­ko Hei­nisch, Nina Scholz und Gus­tav E. Gus­ten­au legen mit »Poli­ti­scher Islam – eine hybri­de Bedro­hung Euro­pas. Der ›Civi­liza­ti­on Jihad‹ der Mus­lim­bru­der­schaft« eine umfas­sen­de stra­te­gi­sche Ana­ly­se der Mus­lim­bru­der­schaft in Euro­pa vor. Das bei Nomos erschie­ne­ne Werk ver­bin­det Ideo­lo­gie­ana­ly­se, his­to­ri­sche Netz­werk­re­kon­struk­ti­on und sicher­heits­po­li­ti­sche Sze­na­ri­en­bil­dung zu einem Gesamt­bild, das Bestre­bun­gen des Poli­ti­schen Islam erst­mals sys­te­ma­tisch als hybri­de Kon­flikt­form beschreibt.

EZW zur Akzep­tanz­kam­pa­gne »Ich bin Mus­lim / Ich bin Mus­li­min«

Die Evan­ge­li­sche Zen­tral­stel­le für Welt­an­schau­ungs­fra­gen (EZW) greift in einer aus­führ­li­chen Ana­ly­se die Akzep­tanz­kam­pa­gne »Ich bin Mus­lim / Ich bin Mus­li­min« auf, mit der Mus­li­min­nen und Mus­li­me im Ver­bund mit dem Arbeits­kreis Poli­ti­scher Islam (AK Polis) den in Ber­lin ein­ge­führ­ten »Tag gegen Islam­feind­lich­keit« kri­tisch beglei­ten.

Irans Außen­mi­nis­ter und der »Poli­ti­sche Islam«: Araght­schis Dok­tor­ar­beit an der Uni­ver­si­ty of Kent (1996)

Die Dis­ser­ta­ti­on des heu­ti­gen ira­ni­schen Außen­mi­nis­ters Sey­ed Abbas Araght­schi bie­tet einen tie­fen Ein­blick in sein ideo­lo­gi­sches Ver­ständ­nis des »Poli­ti­schen Islam«. Der Poli­tik­wis­sen­schaft­ler Arno Tausch zeigt, dass Araght­schi zen­tra­le Denk­tra­di­tio­nen isla­mis­ti­scher Bewe­gun­gen posi­tiv deu­tet, gött­li­che Sou­ve­rä­ni­tät über Volks­sou­ve­rä­ni­tät stellt und die ira­ni­sche Ver­fas­sungs­ord­nung als theo­kra­ti­sches Modell affir­ma­tiv wer­tet. Zugleich wirft die Annah­me die­ser Arbeit an einer bri­ti­schen Uni­ver­si­tät grund­sätz­li­che Fra­gen an die Qua­li­täts­si­che­rung in der Poli­tik­wis­sen­schaft und ihre nor­ma­ti­ven Maß­stä­be auf. Der Bei­trag wider­spricht aus­drück­lich jenen Deu­tun­gen, etwa aus der »Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung« (BPB), die den Begriff »Poli­ti­scher Islam« als blo­ßen Kampf­be­griff zurück­wei­sen.