Ter­min­hin­weis 6. März: Isla­mi­sche Viel­falt und Frei­heit – Kam­pa­gnen­start zum Ber­li­ner Gedenk­tag gegen Islam­feind­lich­keit

Am 6. März 2026 laden das Mernissi-de Gouges Bildungs- und Sozialwerk, die Ibn Rushd-Goethe Moschee und der Arbeitskreis Politischer Islam (AK Polis) nach Berlin ein: »Islamische Vielfalt leben – Freiheit schützen«. Mit Kai Wegner, Seyran Ateş, Falko Liecke (CDU), Max Lucks (Grüne), Raed Saleh (SPD), Katina Schubert (Die Linke), Ali Ertan Toprak und Jan Feddersen werden religiöse Vielfalt und staatliche Verantwortung diskutiert – verbunden mit einem gemeinsamen Iftar und dem Start der Akzeptanzkampagne »Ich bin Muslim / Ich bin Muslimin«.

In der öffent­li­chen Debat­te bestehen oft­mals erheb­li­che Miss­ver­ständ­nis­se über Ursa­chen, Erschei­nungs­for­men und Wir­kun­gen von Islam­feind­lich­keit und Mus­li­men­feind­lich­keit. Bei­de Phä­no­me­ne wer­den häu­fig unscharf ver­wen­det oder mit­ein­an­der ver­mischt, was eine dif­fe­ren­zier­te Aus­ein­an­der­set­zung erschwert.

Dabei bleibt oft unbe­ach­tet: Die größ­te Zahl der von Islam­feind­lich­keit Betrof­fe­nen sind Mus­li­min­nen und Mus­li­me selbst, die unter isla­mis­ti­schen Ideo­lo­gien und Akteu­ren lei­den. Die­se Form der Feind­lich­keit rich­tet sich ins­be­son­de­re gegen libe­ra­le, säku­la­re und eman­zi­pier­te Mus­li­min­nen und Mus­li­me und stellt eine spe­zi­fi­sche Aus­prä­gung grup­pen­be­zo­ge­ner Men­schen­feind­lich­keit dar. Die Juris­tin und Ima­min der Ibn Rushd-Goe­the Moschee, Sey­ran Ateş, beschreibt die­ses Phä­no­men als inner­is­la­mi­sche Mus­li­men­feind­lich­keit, die bis­lang zu wenig gesell­schaft­li­che Auf­merk­sam­keit erfährt.

Vor die­sem Hin­ter­grund laden das Mer­nis­si-de Gou­ges Bil­dungs- und Sozi­al­werk, die Ibn Rushd-Goe­the Moschee sowie der Arbeits­kreis Poli­ti­scher Islam (AK Polis) am 6. März 2026 zu einer gemein­sa­men Ver­an­stal­tung ein. Nach einem Gruß­wort von Kai Weg­ner, Regie­ren­der Bür­ger­meis­ter von Ber­lin, führt Sey­ran Ateş in das The­ma ein. Im anschlie­ßen­den poli­ti­schen Podi­ums­ge­spräch dis­ku­tie­ren unter der Mode­ra­ti­on von Jan Fed­der­sen (taz) Fal­ko Liecke (CDU), Staats­se­kre­tär für Jugend und Fami­lie, Max Lucks (Bünd­nis 90/Die Grü­nen), Mit­glied des Bun­des­ta­ges, Raed Saleh (SPD), Vor­sit­zen­der der SPD-Frak­ti­on im Abge­ord­ne­ten­haus (ange­fragt), Kati­na Schu­bert (Die Lin­ke), Mit­glied im Abge­ord­ne­ten­haus von Ber­lin, sowie Ali Ertan Toprak, Vor­sit­zen­der der Kur­di­schen Gemein­de Deutsch­lands und Ehren­prä­si­dent der Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft der Immi­gran­ten­ver­bän­de (BAGIV).

Beim gemein­sa­men Fas­ten­bre­chen (Ift­ar) mit einem Buf­fet aus deut­scher und inter­na­tio­na­ler Küche wird der Aus­tausch fort­ge­setzt, bevor Tugay Saraç, Pro­jekt­lei­ter des Mer­nis­si-de Gou­ges Bil­dungs- und Sozi­al­werks, die Akzep­tanz­kam­pa­gne »Ich bin Mus­lim / Ich bin Mus­li­min« zur Unter­stüt­zung des Ber­li­ner Gedenk­ta­ges gegen Islam­feind­lich­keit am 15. März 2026 star­tet.

Die Ver­an­stal­tung rich­tet sich an Akteu­rin­nen und Akteu­re aus Poli­tik, Ver­wal­tung, Reli­gi­ons- und Welt­an­schau­ungs­ge­mein­schaf­ten, Wis­sen­schaft und Bil­dung. Sie bie­tet eine Platt­form für sach­li­che Dis­kus­si­on, kri­ti­sche Refle­xi­on und Ver­net­zung. Im Mit­tel­punkt ste­hen Fra­gen reli­giö­ser Viel­falt, indi­vi­du­el­ler Glau­bens­frei­heit und inner­is­la­mi­schem Plu­ra­lis­mus sowie die kla­re Abgren­zung gegen­über Macht- und Deu­tungs­an­sprü­chen extre­mis­ti­scher Akteu­re.

Pro­gramm

16:00 Uhr
Ein­lass (Sicher­heits­kon­trol­le)

16:30 Uhr
Gruß­wort per Video
Kai Weg­ner, Regie­ren­der Bür­ger­meis­ter von Ber­lin

16:40 Uhr
Ein­füh­rung: Viel­falt im Islam, Reli­gi­ons­frei­heit und die Frei­heit des Indi­vi­du­ums
Sey­ran Ateş, Grün­de­rin der Ibn Rushd-Goe­the Moschee

17:00 Uhr
Poli­ti­sches Podi­um: Isla­mi­scher Plu­ra­lis­mus und staat­li­che Ver­ant­wor­tung

Mode­ra­ti­on: Jan Fed­der­sen, Redak­teur der taz, Kura­tor des taz lab und der taz Talks

Fal­ko Liecke (CDU), Staats­se­kre­tär für Jugend und Fami­lie, Senats­ver­wal­tung für Bil­dung, Jugend und Fami­lie Ber­lin

Max Lucks (Bünd­nis 90/Die Grü­nen), Mit­glied des Bun­des­ta­ges

Raed Saleh (SPD), Vor­sit­zen­der der SPD-Frak­ti­on im Abge­ord­ne­ten­haus von Ber­lin (ange­fragt)

Kati­na Schu­bert (Die Lin­ke), Mit­glied im Abge­ord­ne­ten­haus von Ber­lin

Ali Ertan Toprak, Vor­sit­zen­der der Kur­di­schen Gemein­de Deutsch­land und Ehren­prä­si­dent der Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft der Immi­gran­ten­ver­bän­de (BAGIV)

17:54 Uhr
Fas­ten­bre­chen (Ift­ar) mit Buf­fet aus deut­scher und inter­na­tio­na­ler Küche

18:30 Uhr
Launch der Akzep­tanz­kam­pa­gne »Ich bin Mus­lim / Ich bin Mus­li­min«
zur Unter­stüt­zung des ers­ten Ber­li­ner Gedenk­ta­ges gegen Islam­feind­lich­keit am 15. März 2026

Tugay Saraç, Pro­jekt­lei­ter, Mer­nis­si-de Gou­ges Bil­dungs- und Sozi­al­werk


Ort: Otto­stra­ße 16, 10555 Ber­lin

Zeit: Frei­tag, 6. März 2026. 16:00 Uhr – 17:54 Uhr (Pro­gramm­teil) anschlie­ßend gemein­sa­mes Essen

Anmel­dung bis 5. März 2026 über das Anmel­de­for­mu­lar oder post@mdg-bildungswerk.de

Teil­nah­me nur mit Anmel­de­be­stä­ti­gung