Ausgangspunkt des Gesprächs ist Sascha Adameks neues Buch »Unterwanderung. Der Politische Islam weiter auf dem Vormarsch«.
Ausgewählte Passagen aus dem Podcast
18:10 – Ali Ertan Toprak:
»Das sage ich noch mal: Die größten Islamverbände sind allesamt Vertretungen des Politischen Islams auf deutschem Boden. Mit diesen Verbänden macht der deutsche Staat seine Islampolitik seit zwei Jahrzehnten, und das ist der Grund, warum wir in so einem Schlamassel stecken.«
28:51 – Ali Ertan Toprak:
»Die Islamisten haben begriffen, wie wir funktionieren. Sie kennen sich aus, wie die westlichen Gesellschaften, demokratischen Gesellschaften funktionieren, aber wir haben immer noch nicht gelernt, wie Islamisten funktionieren, und das verstehe ich nicht, obwohl wir uns schon seit Jahrzehnten als Staatspolitik mit diesen Phänomenen beschäftigen. Aber ich habe das Gefühl: Täglich grüßt das Murmeltier, und wir müssen immer wieder, immer wieder darauf hinweisen, dass das nicht geht.«
32:41 – Sascha Adamek:
»Antimuslimischer Rassismus, das ist eine Erfindung. Und es ist eine Erfindung, die sozusagen in dieser Totalität hoch problematisch ist. Weil sie, wie du gerade sagtest, ein Opfer-Narrativ schafft. Und man lehnt sich damit an das an, was man sich da meint, bei den jüdischen Menschen abgucken zu können. Und das ist das Perfide.«
48:54 – Ali Ertan Toprak:
»Ich musste quasi in der Türkei meine Identität verstecken. Und deswegen habe ich Deutschland immer als Ort der Freiheit erlebt und verstehe diese Entwicklung der letzten Jahrzehnte hier nicht. Meine Kinder werden in der Schule bedrängt, z. B. auf dem Pausenhof. (…) Die Kinder haben ihr gesagt: Ist dein Brot überhaupt halal? Also das beginnt da schon, und da werde ich retraumatisiert, weil ich das als Kind erlebt habe. Und ich will nicht, dass meine Kinder in Deutschland wieder erleben, was ich als Kind in der Türkei erlebt habe.«
Ali Ertan Toprak und Sascha Adamek im Cicero-Podcast | 20.03.2026 | 1:04:38 Min.