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US-Sank­tio­nen gegen die Mus­lim­bru­der­schaft: Washing­ton setzt den öster­rei­chi­schen Dop­pel­staats­bür­ger Mah­moud al-Abya­ri auf die Ter­ror­lis­te

Das US-Finanzministerium sanktioniert den Leiter des Generalsekretariats der Muslimbruderschaft (MB), den österreichischen Doppelstaatsbürger Mahmoud al-Abyari, als Unterstützer von Fundraising-Strukturen der Hamas. Al-Abyari weist die Vorwürfe zurück. Forschungsberichte und Insider-Aussagen erlauben es, den Weg des Sanktionierten bis ins Wiener Milieu der 1980er-Jahre zurückzuverfolgen. Von dort führen die Spuren weiter: über Graz und das deutsche Verbandsnetzwerk um Ibrahim El-Zayat bis in die Kairoer Regierungszeit der Bewegung. Mit der Maßnahme wächst zugleich Washingtons Druck auf die europäischen Regierungen, gegen MB-Strukturen vorzugehen.

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Das Office of For­eign Assets Con­trol (OFAC) des US-Finanz­mi­nis­te­ri­ums hat am 23. Juli 2026 auf Grund­la­ge der Exe­cu­ti­ve Order 13224, eines Prä­si­di­al­erlas­ses aus dem Jahr 2001, einen hoch­ran­gi­gen Funk­tio­när der Mus­lim­bru­der­schaft sowie drei wei­te­re Per­so­nen und drei Orga­ni­sa­tio­nen sank­tio­niert. Ihnen wird vor­ge­wor­fen, der Hamas mate­ri­el­le Unter­stüt­zung geleis­tet zu haben. Die Hamas ist laut ihrer Grün­dungs­char­ta von 1988 ein Able­ger der Mus­lim­bru­der­schaft. In einer gemein­sa­men Erklä­rung hiel­ten Finanz- und Außen­mi­nis­te­ri­um fest, Mus­lim­bru­der­schaft und Hamas hät­ten Orga­ni­sa­tio­nen betrie­ben, die Gel­der zur Unter­stüt­zung des Ter­ro­ris­mus trans­fe­rier­ten.

Zwei der sank­tio­nier­ten Orga­ni­sa­tio­nen beschreibt das Minis­te­ri­um als Schein­wohl­tä­tig­keits­or­ga­ni­sa­tio­nen mit Ver­bin­dun­gen zur Mus­lim­bru­der­schaft, die erheb­li­che Mit­tel an den mili­tä­ri­schen Flü­gel der Hamas gelei­tet hät­ten. US-Finanz­mi­nis­ter Scott Bes­sent erklär­te:

»Die Trump-Admi­nis­tra­ti­on wird Ter­ro­ris­ten und die­je­ni­gen, die sie finan­zie­ren, uner­bitt­lich ver­fol­gen. Ob sie unter dem Deck­man­tel von Wohl­tä­tig­keits­or­ga­ni­sa­tio­nen, Unter­neh­men oder Unter­grund-Finanz­netz­wer­ken ope­rie­ren: Wer die Hamas unter­stützt, wird ent­tarnt, sank­tio­niert und zur Rechen­schaft gezo­gen.« (Im Ori­gi­nal: »The Trump Admi­nis­tra­ti­on will relent­less­ly pur­sue ter­ro­rists and tho­se who finan­ce them. Whe­ther ope­ra­ting under the gui­se of cha­ri­ties, busi­nesses, or under­ground finan­cial net­works, tho­se who enable Hamas will be expo­sed, sanc­tion­ed, and held accoun­ta­ble.«)

Das Minis­te­ri­um beschreibt eine mehr­schich­ti­ge Typo­lo­gie, in der Able­ger der Mus­lim­bru­der­schaft und von der Hamas gesteu­er­te Front­or­ga­ni­sa­tio­nen trans­na­tio­na­le Spen­den­sam­mel­ka­nä­le betrei­ben. Wohl­tä­ti­ge Fas­sa­den und Unter­grund-Finan­zie­rungs­netz­wer­ke dien­ten dazu, Gel­der über Län­der­gren­zen hin­weg zu bewe­gen und zu ver­schlei­ern. An der Auf­klä­rung der Finanz­struk­tu­ren waren nach Anga­ben des Minis­te­ri­ums das FBI, die Drug Enforce­ment Admi­nis­tra­ti­on und die Zoll­be­hör­de Cus­toms and Bor­der Pro­tec­tion betei­ligt.1

Wer ist Mah­moud al-Abya­ri?

Im Zen­trum der Maß­nah­me steht Mah­moud al-Abya­ri. Das Finanz­mi­nis­te­ri­um beschreibt ihn als im Ver­ei­nig­ten König­reich ansäs­si­gen hoch­ran­gi­gen Füh­rer der ägyp­ti­schen Mus­lim­bru­der­schaft, die OFAC im Janu­ar 2026 als »Spe­ci­al­ly Desi­gna­ted Glo­bal Ter­ro­rist« ein­ge­stuft hat­te. Er sei »Secre­ta­ry Gene­ral of the Mus­lim Brot­her­hood Gene­ral Secre­ta­ri­at«, also Lei­ter des Gene­ral­se­kre­ta­ri­ats der Orga­ni­sa­ti­on, und bli­cke auf eine lan­ge Geschich­te hoch­ran­gi­ger Füh­rungs­funk­tio­nen inner­halb der Mus­lim­bru­der­schaft zurück. Die Foun­da­ti­on for Defen­se of Demo­cra­ci­es ergänzt in ihrer Ana­ly­se der Sank­ti­on, al-Abya­ri sei zudem Chef­re­dak­teur von Risa­lat al-Ikhwan (Deutsch: »Brief der Mus­lim­brü­der«), der wöchent­li­chen Publi­ka­ti­on der Orga­ni­sa­ti­on.2

Kon­kret wirft ihm das Minis­te­ri­um vor, das Fund­rai­sing für bereits sank­tio­nier­te Ein­rich­tun­gen wie Filis­tin Vak­fi und Hayat Yolu unter­stützt zu haben. Bei­de Orga­ni­sa­tio­nen hat­te OFAC zuvor wegen ihrer Ver­bin­dun­gen zur Hamas gelis­tet. Zudem habe al-Abya­ri mit Grup­pen der Mus­lim­bru­der­schaft zusam­men­ge­ar­bei­tet, um die Hamas zu unter­stüt­zen und ihr finan­zi­el­le Hil­fe zukom­men zu las­sen.

Al-Abya­ri stammt aus Ägyp­ten und besitzt die öster­rei­chi­sche Staats­bür­ger­schaft; in der Lon­do­ner »The Times« und ande­ren Medi­en wird er aktu­ell als ägyp­tisch-öster­rei­chi­sche Dop­pel­staats­bür­ger bezeich­net.3 Der zuge­hö­ri­ge Ein­trag in der US-Sank­ti­ons­lis­te der Spe­ci­al­ly Desi­gna­ted Natio­nals (SDN) führt ihn unter dem Namen »El-Abia­ry, Mah­moud« mit dem Ali­as »Al-Ibia­ry, Mah­moud«, gebo­ren am 5. Juni 1952, Staats­an­ge­hö­rig­keit Öster­reich, wohn­haft im Ver­ei­nig­ten König­reich; als Iden­ti­fi­ka­ti­ons­do­ku­ment ist ein öster­rei­chi­scher Rei­se­pass ver­zeich­net.4 Die Sank­tio­nen umfas­sen die Sper­rung aller Ver­mö­gens­wer­te unter US-Juris­dik­ti­on sowie ein Ein­rei­se­ver­bot in die Ver­ei­nig­ten Staa­ten. Bei den Vor­wür­fen han­delt es sich um Fest­stel­lun­gen der US-Exe­ku­ti­ve im Sank­ti­ons­ver­fah­ren. Al-Abya­ri weist die Vor­wür­fe zurück.5 Eine gericht­li­che Über­prü­fung hat bis­lang nicht statt­ge­fun­den; Betrof­fe­ne kön­nen bei OFAC die Strei­chung von der Lis­te bean­tra­gen.

Das sank­tio­nier­te Netz­werk

Neben al-Abya­ri benennt das Finanz­mi­nis­te­ri­um sechs wei­te­re Sank­ti­ons­zie­le.

Die in Indo­ne­si­en ansäs­si­ge Orga­ni­sa­ti­on Tujah Bulah Glo­bal, die unter dem Ali­as Seven Spikes Glo­bal auf­tritt, sei von der Hamas gegrün­det wor­den, um Spen­den zu sam­meln und Ein­nah­men für ihren mili­tä­ri­schen Flü­gel zu gene­rie­ren. Das­sel­be gel­te für die in Gaza ansäs­si­ge Madad Pal­es­ti­ne Cha­ri­ta­ble Socie­ty. Deren Gel­der sei­en vor­geb­lich für Zivi­lis­ten gesam­melt, tat­säch­lich aber wis­sent­lich von der Hamas für mili­tä­ri­sche Zwe­cke umge­lei­tet wor­den.

Das drit­te sank­tio­nier­te Unter­neh­men ist der in der Tür­kei ansäs­si­ge Finanz­dienst­leis­ter El-Kahi­ra for Gene­ral Tra­ding. Er habe Hun­dert­tau­sen­de Dol­lar für die Hamas trans­fe­riert und Unter­grund-Finanz­dienst­leis­tun­gen in Fiat- und Kryp­to­wäh­run­gen erbracht, unter ande­rem für bekann­te schwe­di­sche Grup­pen der orga­ni­sier­ten Kri­mi­na­li­tät wie das Fox­t­rot Net­work. Sank­tio­niert wur­den zudem der Eigen­tü­mer Khul­dun Kha­mis Zaka­ria Alden sowie die Anteils­eig­ner Zaid Issam Ahmed Al-Jebou­ri und Abdul­lah Issam Ahmad Al-Jebou­ri.

Ein­ord­nung in frü­he­re Maß­nah­men

Die Sank­tio­nen bau­en auf frü­he­ren OFAC-Maß­nah­men gegen Hamas und Mus­lim­bru­der­schaft (MB) auf, dar­un­ter Aktio­nen vom 21. Janu­ar 2026 und vom 12. März 2026 gegen das glo­ba­le Netz­werk von Finanz­ver­mitt­lern, Akti­vis­ten und Schein­wohl­tä­tig­keits­or­ga­ni­sa­tio­nen der Hamas. Im Janu­ar 2026 hat­te das Minis­te­ri­um die ägyp­ti­schen, jor­da­ni­schen und liba­ne­si­schen Zwei­ge der Mus­lim­bru­der­schaft als »Spe­ci­al­ly Desi­gna­ted Glo­bal Ter­ro­rists« ein­ge­stuft. Im Ver­ei­nig­ten König­reich, wo al-Abya­ri lebt, ist die Bewe­gung weder ver­bo­ten noch als Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on gelis­tet. Bereits am 13. Dezem­ber 2023 hat­ten die USA und das Ver­ei­nig­te König­reich acht Hamas-Finanz­funk­tio­nä­re sank­tio­niert, meh­re­re davon mit Sitz in der Tür­kei; im Mai 2022 hat­te OFAC die Istan­bu­ler Invest­ment­fir­ma Trend GYO gelis­tet, deren Kapi­tal zu rund 75 Pro­zent von Hamas-Ele­men­ten gehal­ten wur­de. Eine fort­lau­fend aktua­li­sier­te Über­sicht über die bekann­ten Finanz­struk­tu­ren der Hamas bie­tet der Thre­at Report des Coun­ter Extre­mism Pro­ject (CEP).6

Der Extre­mis­mus­for­scher Loren­zo Vidi­no von der Geor­ge Washing­ton Uni­ver­si­ty (GWU) ord­net die Per­so­na­lie in die­se Linie ein. Ihm zufol­ge gehört die Sank­ti­on zu den ers­ten US-Maß­nah­men gegen pro­mi­nen­te Mus­lim­bru­der-Funk­tio­nä­re in Euro­pa, seit Washing­ton Anfang 2026 meh­re­re Zwei­ge der Bewe­gung gelis­tet hat. Vidi­no sagt über al-Abya­ri: »Er gehört zum inne­ren Füh­rungs­zir­kel der ägyp­ti­schen Mus­lim­bru­der­schaft in Lon­don, mit einem beson­de­ren Schwer­punkt auf Finan­zen.«7

Der Öster­reich-Kom­plex: Was seit 2017 doku­men­tiert ist

Der Fall hat eine euro­pa­wei­te Vor­ge­schich­te. Sie lässt sich anhand der Stu­die »The Mus­lim Brot­her­hood in Aus­tria« aus dem Jahr 2017 nach­voll­zie­hen, erstellt von Loren­zo Vidi­no in Koope­ra­ti­on mit dem Insti­tut für Ori­en­ta­lis­tik der Uni­ver­si­tät Wien und mit Unter­stüt­zung des Öster­rei­chi­schen Inte­gra­ti­ons­fonds sowie des dama­li­gen Bun­des­amts für Ver­fas­sungs­schutz und Ter­ro­ris­mus­be­kämp­fung.8

In die­ser Stu­die wird ein pro­mi­nen­tes Mit­glied der ägyp­ti­schen Mus­lim­bru­der­schaft unter der Schreib­wei­se »Ahmed Mah­moud El Abia­ry« beschrie­ben: als »lang­jäh­ri­ger Bewoh­ner Wiens und öster­rei­chi­scher Staats­bür­ger«, der inzwi­schen in Lon­don lebe und dort zu den rang­höchs­ten Mit­glie­dern jenes Stand­orts zäh­le, der tra­di­tio­nell das Zen­trum der ägyp­ti­schen Mus­lim­bru­der­schaft außer­halb Ägyp­tens gewe­sen sei. Die­se Rol­le sei nach dem Sturz des ägyp­ti­schen Staats­prä­si­den­ten Moham­med Mur­si noch wich­ti­ger gewor­den.

Einen Tag nach der Sank­tio­nie­rung im Juli 2026 mach­te Vidi­no in einer Publi­ka­ti­on des GWU-Extre­mis­mus­for­schungs­pro­gramms die Ver­bin­dung deut­lich: Das US-Finanz­mi­nis­te­ri­um habe mit al-Abya­ri jenen Füh­rungs­mann desi­gniert, den die For­schung des Insti­tuts bereits vor fast einem Jahr­zehnt als zen­tra­len Akteur der Mus­lim­bru­der­schaft in Euro­pa iden­ti­fi­ziert hat­te.9 Die abwei­chen­de Schreib­wei­se erklärt sich durch unter­schied­li­che Trans­li­te­ra­tio­nen aus dem Ara­bi­schen; der SDN-Lis­ten­ein­trag ver­wen­det die­sel­be Namens­form wie der Bericht von 2017.

Vidi­no stütz­te die Ein­ord­nung 2017 auf Inter­views mit hoch­ran­gi­gen Mus­lim­bru­der-Funk­tio­nä­ren und auf bri­ti­sche Unter­neh­mens­re­gis­ter. Die­se führ­ten El Abia­ry als Direk­tor des Nile Val­ley Trust und von Ala­mat Media Ser­vices. Bei­de Fir­men waren unter der Adres­se 113 Crick­le­wood Broad­way in Lon­don regis­triert, die Vidi­no als offi­zi­el­les Lon­do­ner MB-Haupt­quar­tier bezeich­ne­te. Als Direk­tor von Ala­mat Media Ser­vices war zudem einer sei­ner Söh­ne, Abdul­rah­man, ein­ge­tra­gen, eben­falls öster­rei­chi­scher Staats­bür­ger. Der Nile Val­ley Trust wie­der­um führ­te als Direk­to­rin Eid Kha­li­fa, die Wit­we des lang­jäh­rig in Wien ansäs­si­gen ägyp­ti­schen Mus­lim­bru­ders Abdu­la­ziz Kha­li­fa, eines Freun­des von Yus­suf Nada. Die­se Freund­schaft ist rele­vant, denn Nada war kei­ne Rand­fi­gur: Er war der Finanz­stra­te­ge der Mus­lim­bru­der­schaft, dien­te jah­re­lang als ihr Aus­lands­ge­sand­ter und wur­de von der Bush-Admi­nis­tra­ti­on 2001 beschul­digt, über die von ihm geführ­te Al-Taq­wa-Bank das Al-Qai­da-Netz­werk finan­ziert zu haben, wor­auf die welt­wei­ten Ver­mö­gens­wer­te der Bank ein­ge­fro­ren wur­den. Ein wei­te­res doku­men­ta­ri­sches Detail ver­bin­det die­ses Umfeld mit den euro­päi­schen Struk­tu­ren: In Nadas per­sön­li­chem Tele­fon­buch, das Schwei­zer Behör­den 2001 bei einer Haus­durch­su­chung beschlag­nahm­ten, fand sich der Ein­trag »Abde­la­ziz Kha­li­fa, Vien­na«; die ers­te dort notier­te Tele­fon­num­mer war zugleich in einem FIOE-Doku­ment als Kon­takt­num­mer des Wie­ner Ver­eins Liga Kul­tur ange­ge­ben.10 Die Schwei­zer Ermitt­lun­gen wur­den 2005 ohne Ankla­ge ein­ge­stellt; 2009 stri­chen die Ver­ein­ten Natio­nen Nada, der die Vor­wür­fe stets bestritt, von ihrer Sank­ti­ons­lis­te. Er starb 2024. Bei FIOE han­delt es sich um die Föde­ra­ti­on der Isla­mi­schen Orga­ni­sa­tio­nen in Euro­pa, den Dach­ver­band MB-naher Ver­bän­de in Euro­pa.

Die Stu­die doku­men­tiert außer­dem die lan­ge zurück­rei­chen­de Bedeu­tung Öster­reichs für das euro­päi­sche MB-Netz­werk: In den 1970er- und 1980er-Jah­ren wur­de Al-Da’­wa fi-Uru­ba (über­setzt etwa: Der Ruf zum Islam / Die Mis­sio­nie­rung in Euro­pa), die wich­tigs­te Zeit­schrift der Bewe­gung im Wes­ten, in Wien her­aus­ge­ge­ben.

Im Licht der aktu­el­len Sank­ti­on fällt eine wei­te­re Pas­sa­ge der Stu­die auf. Vidi­no schrieb bereits 2017: »Füh­rungs­fi­gu­ren und Zwei­ge der Bru­der­schaft welt­weit, auch in Öster­reich, haben Gel­der für die Hamas, den paläs­ti­nen­si­schen Zweig der Bru­der­schaft, gesam­melt und Ter­ror­ak­te gegen israe­li­sche Zivi­lis­ten gut­ge­hei­ßen.«11 Einen per­sön­li­chen Bezug zu El Abia­ry stell­te der Bericht an die­ser Stel­le nicht her. Knapp zehn Jah­re spä­ter erhebt das US-Finanz­mi­nis­te­ri­um nun kon­kre­te Fund­rai­sing-Vor­wür­fe gegen den öster­rei­chi­schen Dop­pel­staats­bür­ger.

Insi­der über die Wie­ner Jah­re

Zusätz­li­che Ein­bli­cke lie­fert eine Stu­die der Doku­men­ta­ti­ons­stel­le Poli­ti­scher Islam (Wien) aus dem Jahr 2022, für die Ser­gio Altu­na und Vidi­no aus­führ­li­che Inter­views mit vier lang­jäh­ri­gen Ange­hö­ri­gen des Mus­lim­bru­der­schafts-Milieus führ­ten.12

Einer der Inter­view­ten ist Samir Abull­a­ban. Die Stu­die beschreibt ihn als gebür­ti­gen Syrer aus Homs, der der Mus­lim­bru­der­schaft Ende der 1970er-Jah­re bei­trat, 1981 in Öster­reich Asyl fand und seit­her in Wien lebt. Er beklei­de­te Füh­rungs­po­si­tio­nen in Orga­ni­sa­tio­nen des Milieus: in der Isla­mi­schen Ver­ei­ni­gung in Öster­reich, in der Liga Kul­tur und in der Föde­ra­ti­on der Isla­mi­schen Orga­ni­sa­tio­nen in Euro­pa (FIOE). Seit Beginn des syri­schen Bür­ger­kriegs gehört er nach Anga­ben des Berichts offen der poli­ti­schen Abtei­lung der syri­schen Mus­lim­bru­der­schaft und deren Ver­tre­tung in Euro­pa an. Der Zeu­ge für al-Aby­a­ris Wie­ner Jah­re ist damit ein akti­ver Funk­tio­när der Bewe­gung selbst.

Über die gemein­sa­me Zeit mit al-Abya­ri in den 1980er-Jah­ren sag­te Abull­a­ban der Stu­die zufol­ge (S. 38): »Die ers­ten sechs, sie­ben Jah­re waren wir gemein­sam in der Isla­mi­schen Ver­ei­ni­gung Öster­reich, und davor gab es eine ande­re Orga­ni­sa­ti­on in der Lin­den­gas­se, die Isla­mi­sche Uni­on.« Um das Jahr 1988 habe al-Abya­ri Öster­reich ver­las­sen müs­sen und sei nach Groß­bri­tan­ni­en gezo­gen. Einen Grund nennt das Inter­view nach die­ser Dar­stel­lung nicht. Die Isla­mi­sche Ver­ei­ni­gung Öster­reich betreibt eine Moschee in der Wie­ner Pra­ter­stra­ße und ver­brei­te­te laut dem Bericht aktiv die Ideo­lo­gie der Mus­lim­bru­der­schaft; per­so­nell und orga­ni­sa­to­risch war sie eng mit dem Ver­ein Liga Kul­tur ver­floch­ten.

Eine zwei­te Insi­der-Stim­me aus der­sel­ben Stu­die bestä­tigt al-Aby­a­ris Ver­an­ke­rung im öster­rei­chi­schen Milieu. Salah Eddi­ne el Gafra­wi, 1986 ers­ter Gene­ral­se­kre­tär der FIOE, zähl­te ihn zu den Per­so­nen, die er dort kann­te: »Damals kann­te ich jeden in Öster­reich: Jamal Morad, Aiman Morad, Zahar al Att­assi, Hassan Moussa, Samir Abull­a­ban, Mah­moud al Abia­ry …«13

Graz, Netz­wer­ke in Deutsch­land und die Kai­ro­er MB-Regie­rung

Die Auf­zäh­lung, in der El Gafra­wi al-Abya­ri nennt, fällt in der Stu­die in einem auf­schluss­rei­chen Zusam­men­hang. Unmit­tel­bar zuvor beschrei­ben die Autoren Ayman Aly als eine der wich­tigs­ten Figu­ren des öster­rei­chi­schen Bru­der­schafts-Milieus: ehe­mals stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der und Gene­ral­se­kre­tär der FIOE, in den 1990er-Jah­ren angeb­lich für kari­ta­ti­ve Arbeit im Bos­ni­en­krieg unter­wegs, wobei die von ihm gelei­te­te, in Alba­ni­en ansäs­si­ge Tai­bah Inter­na­tio­nal Aid Agen­cy 2004 als Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on ein­ge­stuft wur­de. Nach sei­ner Alba­ni­en-Zeit ließ sich Aly dem Bericht von 2017 zufol­ge zunächst mit sei­ner Fami­lie im deut­schen Bonn nie­der.

Spä­ter zog er nach Graz und über­nahm die Lei­tung der al-Nur-Moschee, die als Sitz des Liga Kul­tur Ver­ein für Mul­ti­kul­tu­rel­len Brü­cken­bau dient. Natür­lich ken­ne er Ayman Aly, sagt El Gafra­wi an die­ser Stel­le, bevor er die öster­rei­chi­schen Namen auf­zählt, unter ihnen al Abia­ry.14

Wei­te­re Bezü­ge wei­sen nach Deutsch­land. El Gafra­wi berich­tet über die Rol­le und Ein­schät­zun­gen von Ibra­him El-Zayat. Die­ser sei nicht glück­lich dar­über gewe­sen, dass Ayman Aly und Issam el Had­dad in die MB-Regie­rung in Ägyp­ten ein­ge­tre­ten waren, und habe gesagt: »Es wäre mir lie­ber gewe­sen, sie wären in Euro­pa geblie­ben.« Die Stu­die ord­net ein: Aly und el Had­dad, einer der Mit­grün­der der inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­ti­on von Isla­mic Reli­ef, ver­lie­ßen Euro­pa in den frü­hen Tagen des Ara­bi­schen Früh­lings und über­nah­men schließ­lich hoch­ran­gi­ge Posi­tio­nen in der Mus­lim­bru­der-Regie­rung Moham­med Mur­sis.

Ibra­him El-Zayat selbst beschreibt die Stu­die als zen­tra­le Figur der Mus­lim­bru­der-Netz­wer­ke in Euro­pa: Er führ­te unter ande­rem die Isla­mi­sche Gemein­schaft in Deutsch­land (IGD), stand von 1996 bis 2002 an der Spit­ze des Forum of Euro­pean Mus­lim Youth and Stu­dent Orga­ni­sa­ti­ons (FEMYSO), der pan­eu­ro­päi­schen Jugend- und Stu­den­ten­or­ga­ni­sa­ti­on des Netz­werks, und war in Finanz­struk­tu­ren des Netz­werks enga­giert: Beim Euro­pe Trust, den die FIOE als ihren finan­zi­el­len Arm grün­de­te, war El-Zayat laut bri­ti­schem Fir­men­re­gis­ter von 2005 bis 2014 Direk­tor. Der Trust bezif­fer­te sein Ver­mö­gen Anfang der 2020er-Jah­re selbst auf rund 9,5 Mil­lio­nen Euro; Recher­chen der WELT legen nahe, dass allein sein Ber­li­ner Immo­bi­li­en­ver­mö­gen an die­sen Wert her­an­reicht.15 Von 1995 bis 2012 war El-Zayat zudem Gene­ral­be­voll­mäch­tig­ter der Euro­päi­schen Moschee­bau- und Unter­stüt­zungs­ge­mein­schaft (EMUG), die das Immo­bi­li­en­ver­mö­gen der Isla­mi­schen Gemein­schaft Mil­lî Görüş (IGMG) von mehr als 300 Moscheen in Deutsch­land ver­wal­tet. Das Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz stellt in sei­ner Publi­ka­ti­on »Isla­mis­mus in Deutsch­land« fest: »Die IGMG ist aktu­ell die größ­te isla­mis­ti­sche Orga­ni­sa­ti­on in Deutsch­land.«16 Bis zu ihrem Tod im April 2026 war er mit Sabi­ha El-Zayat-Erbak­an ver­hei­ra­tet, der Schwes­ter des frü­he­ren Gene­ral­se­kre­tärs und Vor­sit­zen­den der IGMG, Meh­met Sab­ri Erbak­an, und Nich­te des frü­he­ren tür­ki­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Nec­mett­in Erbak­an.17

Nach dem baye­ri­schen Ver­fas­sungs­schutz­be­richt war El-Zayat von 2002 bis Anfang 2010 Vor­sit­zen­der der IGD.18 Die 2018 in Deut­sche Mus­li­mi­sche Gemein­schaft (DMG) umbe­nann­te Orga­ni­sa­ti­on bil­det nach Ein­schät­zung deut­scher Ver­fas­sungs­schutz­be­hör­den den Kern des Mus­lim­bru­der­schafts-Netz­werks in Deutsch­land. Baden-Würt­tem­bergs Ver­fas­sungs­schutz führt El-Zayat als Mit­be­grün­der und lang­jäh­ri­gen Vor­sit­zen­den der FEMYSO.19

Eine frü­he finan­zi­el­le Ver­bin­dungs­li­nie zwi­schen Aly und dem deut­schen Netz­werk doku­men­tier­te der Pulit­zer-Preis­trä­ger Ian John­son im Wall Street Jour­nal bereits 2005: Ein deut­scher Poli­zei­be­richt aus den Ermitt­lun­gen zum Tai­bah-Kom­plex kam dem­nach zu dem Schluss, »die Kon­stel­la­ti­on von Kon­ten, Geld­flüs­sen und Per­so­nen deu­tet dar­auf hin, dass die Kon­ten von Ibra­him El-Zayat und Ayman Say­ed Ahmed Aly in Deutsch­land für die Durch­füh­rung fun­da­men­ta­lis­tisch-isla­mi­scher Akti­vi­tä­ten in Euro­pa genutzt wur­den«. Zu einer Ankla­ge in Deutsch­land führ­ten die Ermitt­lun­gen nicht.20

Wei­te­re Aus­ge­stal­tun­gen die­ses Geflechts zeich­net der Jour­na­list Sascha Ada­mek in sei­nem 2026 erschie­ne­nen Buch »Unter­wan­de­rung« nach. El-Zayat war dem­nach jah­re­lang Direk­tor von Isla­mic Reli­ef World­wi­de (IRW) und als Kas­sen­wart für die Finan­zen von Isla­mic Reli­ef Deutsch­land (IRD) zustän­dig, also in jener Orga­ni­sa­ti­on aktiv, deren Mit­grün­der Issam el Had­dad spä­ter in die Mur­si-Regie­rung wech­sel­te. Zeit­wei­se war er in der Euro­pa-Ver­tre­tung der finanz­kräf­ti­gen, der sau­di­schen Regie­rung nahe­ste­hen­den World Assem­bly of Mus­lim Youth tätig. Als Ver­tre­ter des bri­ti­schen Euro­pe Trust, über den nach Ada­meks Recher­chen Mil­lio­nen­sum­men unter ande­rem aus Katar in euro­päi­sche Moschee­bau­pro­jek­te flos­sen, erwarb El-Zayat für 370.000 Euro ein Ber­li­ner Bau­grund­stück für den Ver­ein Ins­san; das Geld stam­me, so El-Zayat damals, aus »ara­bi­schen Quel­len«. Eine umfang­rei­che Anfra­ge Ada­meks zu die­sen Akti­vi­tä­ten ließ El-Zayat unbe­ant­wor­tet.21

Den Vidi­no-Stu­di­en von 2017 und 2022 zufol­ge war El-Zayat in die Trä­ger­struk­tu­ren des Insti­tut Euro­pé­en des Sci­en­ces Humain­es (IESH, Stand­ort Châ­teau-Chi­non) ein­ge­bun­den. Der bran­den­bur­gi­sche Ver­fas­sungs­schutz berich­tet, dass die fran­zö­si­schen Behör­den das in Paris ansäs­si­ge IESH im Sep­tem­ber 2025 ver­bo­ten haben: Das Insti­tut habe nach­weis­lich als Radi­ka­li­sie­rungs­fak­tor für spä­te­re Akteu­re ter­ro­ris­ti­scher Orga­ni­sa­tio­nen fun­giert, und es hät­ten unmit­tel­ba­re per­so­nel­le Ver­flech­tun­gen zu Finan­zie­rungs­struk­tu­ren der Hamas bestan­den. Das Frank­fur­ter Euro­päi­sche Insti­tut für Human­wis­sen­schaf­ten beschreibt der­sel­be Bericht als »Kader­schmie­de« für künf­ti­ge Funk­tio­nä­re.22

El-Zayat selbst hat eine Zuge­hö­rig­keit stets in Abre­de gestellt. Ada­mek hält in sei­nem Buch fest, El-Zayat bestrei­te »vehe­ment jeg­li­che Ein­bin­dung in MB-nahe Netz­wer­ke«; gegen die Äuße­rung einer CDU-Poli­ti­ke­rin, er sei ein »Funk­tio­när der Mus­lim­bru­der­schaft«, ging er dem Buch zufol­ge einst erfolg­los gericht­lich vor. Nach einem Urteil des Ober­lan­des­ge­richts Mün­chen darf El-Zayat als »Funk­tio­när der Mus­lim­bru­der­schaf­ten« bezeich­net wer­den. In einem von Ada­mek zitier­ten Inter­view mit der Platt­form Islam.de erklär­te El-Zayat zudem, es gebe zwar Mit­glie­der der Mus­lim­bru­der­schaft, die sich inten­siv an der Grün­dung isla­mi­scher Zen­tren betei­ligt hät­ten, das hei­ße aber noch lan­ge nicht, dass am Ende eine Steue­rung durch die Mus­lim­bru­der­schaft erfolgt sei. Die Behör­den­be­rich­te hal­ten dem eine gewich­ti­ge Fremd­zu­schrei­bung ent­ge­gen: Der dama­li­ge Obers­te Füh­rer der ägyp­ti­schen Bru­der­schaft, Moham­med Mah­di Akef, der selbst jah­re­lang Imam am Isla­mi­schen Zen­trum Mün­chen (IZM) gewe­sen war, bezeich­ne­te El-Zayat als »Chef der Mus­lim­brü­der in Deutsch­land«.23 In Ägyp­ten wur­de El-Zayat zwei­mal in Abwe­sen­heit ver­ur­teilt. 2008 ver­häng­te ein Mili­tär­ge­richt zehn Jah­re Haft, mit dem Vor­wurf, ein MB-Aus­lands­füh­rer zu sein. Im Juni 2015 bestä­tig­te ein Kai­ro­er Gericht Todes­ur­tei­le gegen den frü­he­ren Prä­si­den­ten Mur­si und sech­zehn Mit­an­ge­klag­te wegen Spio­na­ge­vor­wür­fen; unter den Ver­ur­teil­ten war auch El-Zayat, des­sen Urteil nach ein­ge­leg­ter Beru­fung in eine vier­zig­jäh­ri­ge Haft­stra­fe umge­wan­delt wur­de.24

Zusam­men­ge­nom­men fügt sich der hier aus­ge­brei­te­te Befund zu fol­gen­dem Bild: Die USA erhö­hen sys­te­ma­tisch den Druck auf die Struk­tu­ren der Mus­lim­bru­der­schaft in Euro­pa, und zugleich auf die euro­päi­schen Regie­run­gen, hier tätig zu wer­den. Zu einer ver­wand­ten Dia­gno­se kom­men Hei­ko Hei­nisch, Nina Scholz und Gus­tav E. Gus­ten­au, deren jüngst erschie­ne­ne Stu­die den Poli­ti­schen Islam der Mus­lim­bru­der­schaft bereits im Titel als hybri­de Bedro­hung Euro­pas fasst.25 Die Anti­ter­ror­stra­te­gie des Wei­ßen Hau­ses vom Mai 2026 erklär­te es für inak­zep­ta­bel, dass NATO-Ver­bün­de­te als finan­zi­el­le, logis­ti­sche und Rekru­tie­rungs­dreh­schei­ben für Ter­ro­ris­ten die­nen könn­ten. Euro­pa habe noch die Gele­gen­heit, sein Ver­hal­ten zu ändern. (Im Ori­gi­nal: »It is unac­cep­ta­ble that wealt­hy NATO allies can ser­ve as finan­cial, logi­sti­cal, and recruit­ment hubs for ter­ro­rists. Euro­pe still has an oppor­tu­ni­ty to chan­ge its indi­vi­du­al and coll­ec­ti­ve coun­ter­ter­ro­rism desti­ny if it reco­gni­zes the actu­al thre­at and takes action now.«)26

End­no­ten

  1. U.S. Depart­ment of the Tre­asu­ry (23. Juli 2026): Tre­asu­ry Dis­rupts Mus­lim Brot­her­hood and Hamas Finan­cial Net­works. Online ver­füg­bar unter: LINK ↩︎
  2. Foun­da­ti­on for Defen­se of Demo­cra­ci­es (24. Juli 2026): Tre­asu­ry Extends Its Mus­lim Brot­her­hood Cam­paign to Euro­pe. Online ver­füg­bar unter: LINK ↩︎
  3. The Times (23. Juli 2026): US sanc­tions Lon­don-based Mus­lim Brot­her­hood lea­der over alle­ged Hamas fun­ding. Online ver­füg­bar unter: LINK ↩︎
  4. Office of For­eign Assets Con­trol (23. Juli 2026): Coun­ter Ter­ro­rism Desi­gna­ti­ons. Spe­ci­al­ly Desi­gna­ted Natio­nals List Update. Online ver­füg­bar unter: LINK ↩︎
  5. Lee Har­pin (9. August 2026): »Mus­lim Brot­her­hood chief lin­ked to Hamas fun­ding tra­cked down to north-west Lon­don address«. In: Jewish News. Online ver­füg­bar unter: LINK ↩︎
  6. Coun­ter Extre­mism Pro­ject (Stand: 21. August 2026): Hamas. Thre­at Report. Online ver­füg­bar unter: LINK ↩︎
  7. Ste­fan Beig (28. Juli 2026): Hamas-Vor­wür­fe. USA set­zen öster­rei­chi­schen Mus­lim­bru­der auf Ter­ror­lis­te. In: exxpress.at. Online ver­füg­bar unter: LINK ↩︎
  8. Loren­zo Vidi­no (August 2017): The Mus­lim Brot­her­hood in Aus­tria. In: Pro­gram on Extre­mism, Geor­ge Washing­ton Uni­ver­si­ty / Uni­ver­si­tät Wien. Online ver­füg­bar unter: LINK ↩︎
  9. Loren­zo Vidi­no (24. Juli 2026): US Tre­asu­ry desi­gna­tes UK-based Aus­tri­an mem­ber of the Mus­lim Brot­her­hood Pro­gram on Extre­mism rese­arch had iden­ti­fied in 2017. In: The­Th­re­at, Pro­gram on Extre­mism, Geor­ge Washing­ton Uni­ver­si­ty. Online ver­füg­bar unter: LINK ↩︎
  10. Loren­zo Vidi­no (August 2017): The Mus­lim Brot­her­hood in Aus­tria. In: Pro­gram on Extre­mism, Geor­ge Washing­ton Uni­ver­si­ty / Uni­ver­si­tät Wien. Online ver­füg­bar unter: LINK ↩︎
  11. Loren­zo Vidi­no (August 2017): The Mus­lim Brot­her­hood in Aus­tria. In: Pro­gram on Extre­mism, Geor­ge Washing­ton Uni­ver­si­ty / Uni­ver­si­tät Wien. Online ver­füg­bar unter: LINK ↩︎
  12. Yas­sin Mush­ar­bash (13. Novem­ber 2022): Mus­lim­bru­der­schaft in Euro­pa: Im Ver­bor­ge­nen. In: ZEIT ONLINE. Online ver­füg­bar unter: LINK ↩︎
  13. Ser­gio Altu­na / Loren­zo Vidi­no (Novem­ber 2022): The Mus­lim Brot­her­hood in Ger­ma­ny and Aus­tria. Docu­men­ting Tes­ti­mo­nies of Four Insi­ders. In: Doku­men­ta­ti­ons­stel­le Poli­ti­scher Islam. Online ver­füg­bar unter: LINK ↩︎
  14. Ser­gio Altu­na / Loren­zo Vidi­no (Novem­ber 2022): The Mus­lim Brot­her­hood in Ger­ma­ny and Aus­tria. Docu­men­ting Tes­ti­mo­nies of Four Insi­ders. In: Doku­men­ta­ti­ons­stel­le Poli­ti­scher Islam. Online ver­füg­bar unter: LINK ↩︎
  15. Hei­ko Hei­nisch / Nina Scholz / Gus­tav E. Gus­ten­au: »Poli­ti­scher Islam – eine hybri­de Bedro­hung Euro­pas. Der ›Civi­liza­ti­on Jihad‹ der Mus­lim­bru­der­schaft«. Baden-Baden (Nomos), 2026, S. 107 f. ↩︎
  16. Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz (11. April 2025): Isla­mis­mus in Deutsch­land. Ideo­lo­gie, Strö­mun­gen und Orga­ni­sa­tio­nen. Hier: S. 27. Online ver­füg­bar unter: LINK ↩︎
  17. Hei­ko Hei­nisch / Nina Scholz / Gus­tav E. Gus­ten­au: »Poli­ti­scher Islam – eine hybri­de Bedro­hung Euro­pas. Der ›Civi­liza­ti­on Jihad‹ der Mus­lim­bru­der­schaft«. Baden-Baden (Nomos), 2026, S. 55 f. und S. 114. ↩︎
  18. Baye­ri­sches Staats­mi­nis­te­ri­um des Innern, für Bau und Ver­kehr: »Ver­fas­sungs­schutz­be­richt Bay­ern 2016«, S. 41 f. ↩︎
  19. Minis­te­ri­um des Innern und für Kom­mu­na­les des Lan­des Bran­den­burg: »Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2025«, S. 170; Minis­te­ri­um des Inne­ren, für Digi­ta­li­sie­rung und Kom­mu­nen Baden-Würt­tem­berg: »Ver­fas­sungs­schutz­be­richt Baden-Würt­tem­berg 2024«. ↩︎
  20. Ian John­son (29. Dezem­ber 2005): How Isla­mic Group’s Ties Reve­al Europe’s Chall­enge. A Con­duit to Main­stream, Mus­lim Lob­by­ist Also Has Some Fun­da­men­ta­list Links. In: The Wall Street Jour­nal. Online ver­füg­bar unter: LINK ↩︎
  21. Sascha Ada­mek: »Unter­wan­de­rung. Der Poli­ti­sche Islam wei­ter auf dem Vor­marsch«. Mün­chen (Lan­gen Mül­ler), 2026, S. 105 ff. ↩︎
  22. Minis­te­ri­um des Innern und für Kom­mu­na­les des Lan­des Bran­den­burg: »Ver­fas­sungs­schutz­be­richt 2025«, S. 170. ↩︎
  23. Sascha Ada­mek: »Unter­wan­de­rung. Der Poli­ti­sche Islam wei­ter auf dem Vor­marsch«. Mün­chen (Lan­gen Mül­ler), 2026, S. 105–106. ↩︎
  24. Baye­ri­sches Staats­mi­nis­te­ri­um des Innern, für Bau und Ver­kehr: »Ver­fas­sungs­schutz­be­richt Bay­ern 2016«, S. 41. ↩︎
  25. Hei­ko Hei­nisch / Nina Scholz / Gus­tav E. Gus­ten­au: »Poli­ti­scher Islam – eine hybri­de Bedro­hung Euro­pas. Der ›Civi­liza­ti­on Jihad‹ der Mus­lim­bru­der­schaft«. Baden-Baden (Nomos), 2026. ↩︎
  26. The White House: »2026 United Sta­tes Coun­ter­ter­ro­rism Stra­tegy« vom 6. Mai 2026. LINK ↩︎