Heute vor zwei Jahren, am 24. Juli 2024, verbot das Bundesinnenministerium das Islamische Zentrum Hamburg (IZH) als Propagandazentrum des iranischen Regimes in Europa. Seither ist die Blaue Moschee an der Außenalster geschlossen, das Gelände beschlagnahmt – und die Diskussion um die Nachnutzung der Liegenschaften der Mullah-Zentrale geht weiter. Zu den Vorschlägen gehört die Forderung eines breiten zivilgesellschaftlichen Bündnisses, an dem der AK Polis beteiligt ist, nach der Einrichtung einer »Gedenkstätte für die Opfer des Islamismus«.
Blumenthal: »Etwas sehr Versöhnliches«
Nun signalisiert die Hamburger Landesregierung Sympathie für diesen Weg: Die in Teheran geborene Hamburger Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal (Bündnis 90/Die Grünen) unterstützt laut dpa / Süddeutsche Zeitung den Vorschlag, das Mullah-Zentrum in eine »Gedenkstätte für die Opfer des Islamismus« umzuwandeln.
Blumenthal verweist auf die ambivalente Geschichte der Moschee: »Sie war ein Instrument des iranischen Terrorregimes. Deshalb finde ich, dass die Idee, die Moschee als Ort des Gedenkens weiterzuentwickeln, etwas sehr Versöhnliches hat.«
Zugleich dürfe man nicht vergessen, dass die Moschee einst aus friedlicher Intention heraus als religiöse Stätte gebaut und von vielen Menschen in diesem Sinne genutzt worden sei. »Auch sie müssen bedacht werden«, sagte die Senatorin. Es sei eine gemeinschaftliche Aufgabe, »die Brücke hier so zu schlagen, dass sich in Zukunft alle Menschen in der Moschee wohlfühlen können«.
Unterstützung aus der Bürgerschaft
Ende des Jahres 2025 hatte bereits die CDU-Fraktion erklärt, die Gedenkstätten-Pläne zu unterstützen.
Unterstützung kommt auch aus der Grünen-Fraktion der Hamburgischen Bürgerschaft: Gudrun Schittek, Abgeordnete der Grünen und Mitglied der säkularen Grünen, erklärte auf X: »Die Blaue Moschee sollte ein Ort des Gedenken an die Opfer des islamistischen Mullah-Regime werden, aber auch ein Ort der Freiheit für iranische Kultur und Frauenrechte.«
Genau diese mehrdimensionale Perspektive ist der Kern des im Dezember 2025 vorgelegten Konversions-Konzepts »Ein Ort, fünf Pfeiler gegen Islamismus«:
