Wis­sen­schafts­se­na­to­rin Maryam Blu­men­thal (Grü­ne): Vor­schlag »Gedenk­stät­te für Opfer des Isla­mis­mus« hat »etwas sehr Ver­söhn­li­ches«

Am 24. Juli 2026 jährt sich zum zweiten Mal das Verbot des Islamischen Zentrums Hamburg (IZH). Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal (Bündnis 90/Die Grünen) unterstützt die Idee, die IZH-Liegenschaften an der Außenalster als Ort des Gedenkens weiterzuentwickeln, und den Vorschlag einer »Gedenkstätte für die Opfer des Islamismus«. Auch aus der Hamburgischen Bürgerschaft kommt grüne Unterstützung.

Heu­te vor zwei Jah­ren, am 24. Juli 2024, ver­bot das Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um das Isla­mi­sche Zen­trum Ham­burg (IZH) als Pro­pa­gan­da­zen­trum des ira­ni­schen Regimes in Euro­pa. Seit­her ist die Blaue Moschee an der Außen­als­ter geschlos­sen, das Gelän­de beschlag­nahmt – und die Dis­kus­si­on um die Nach­nut­zung der Lie­gen­schaf­ten der Mul­lah-Zen­tra­le geht wei­ter. Zu den Vor­schlä­gen gehört die For­de­rung eines brei­ten zivil­ge­sell­schaft­li­chen Bünd­nis­ses, an dem der AK Polis betei­ligt ist, nach der Ein­rich­tung einer »Gedenk­stät­te für die Opfer des Isla­mis­mus«.

Blu­men­thal: »Etwas sehr Ver­söhn­li­ches«

Nun signa­li­siert die Ham­bur­ger Lan­des­re­gie­rung Sym­pa­thie für die­sen Weg: Die in Tehe­ran gebo­re­ne Ham­bur­ger Wis­sen­schafts­se­na­to­rin Maryam Blu­men­thal (Bünd­nis 90/Die Grü­nen) unter­stützt laut dpa / Süd­deut­sche Zei­tung den Vor­schlag, das Mul­lah-Zen­trum in eine »Gedenk­stät­te für die Opfer des Isla­mis­mus« umzu­wan­deln.

Blu­men­thal ver­weist auf die ambi­va­len­te Geschich­te der Moschee: »Sie war ein Instru­ment des ira­ni­schen Ter­ror­re­gimes. Des­halb fin­de ich, dass die Idee, die Moschee als Ort des Geden­kens wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, etwas sehr Ver­söhn­li­ches hat.«

Zugleich dür­fe man nicht ver­ges­sen, dass die Moschee einst aus fried­li­cher Inten­ti­on her­aus als reli­giö­se Stät­te gebaut und von vie­len Men­schen in die­sem Sin­ne genutzt wor­den sei. »Auch sie müs­sen bedacht wer­den«, sag­te die Sena­to­rin. Es sei eine gemein­schaft­li­che Auf­ga­be, »die Brü­cke hier so zu schla­gen, dass sich in Zukunft alle Men­schen in der Moschee wohl­füh­len kön­nen«.

Unter­stüt­zung aus der Bür­ger­schaft

Ende des Jah­res 2025 hat­te bereits die CDU-Frak­ti­on erklärt, die Gedenk­stät­ten-Plä­ne zu unter­stüt­zen.

Unter­stüt­zung kommt auch aus der Grü­nen-Frak­ti­on der Ham­bur­gi­schen Bür­ger­schaft: Gud­run Schit­tek, Abge­ord­ne­te der Grü­nen und Mit­glied der säku­la­ren Grü­nen, erklär­te auf X: »Die Blaue Moschee soll­te ein Ort des Geden­ken an die Opfer des isla­mis­ti­schen Mul­lah-Regime wer­den, aber auch ein Ort der Frei­heit für ira­ni­sche Kul­tur und Frau­en­rech­te.«

Genau die­se mehr­di­men­sio­na­le Per­spek­ti­ve ist der Kern des im Dezem­ber 2025 vor­ge­leg­ten Kon­ver­si­ons-Kon­zepts »Ein Ort, fünf Pfei­ler gegen Isla­mis­mus«: