US-Sanktionen gegen die Muslimbruderschaft: Washington setzt den österreichischen Doppelstaatsbürger Mahmoud al-Abyari auf die Terrorliste

Das US-Finanzministerium sanktioniert den Leiter des Generalsekretariats der Muslimbruderschaft (MB), den österreichischen Doppelstaatsbürger Mahmoud al-Abyari, als Unterstützer von Fundraising-Strukturen der Hamas. Al-Abyari weist die Vorwürfe zurück. Forschungsberichte und Insider-Aussagen erlauben es, den Weg des Sanktionierten bis ins Wiener Milieu der 1980er-Jahre zurückzuverfolgen. Von dort führen die Spuren weiter: über Graz und das deutsche Verbandsnetzwerk um Ibrahim El-Zayat bis in die Kairoer Regierungszeit der Bewegung. Mit der Maßnahme wächst zugleich Washingtons Druck auf die europäischen Regierungen, gegen MB-Strukturen vorzugehen.