Staats­se­kre­tär Chris­toph de Vries (CDU) zu Gast in der Ibn-Rushd-Goe­the-Moschee beim Arbeits­kreis Poli­ti­scher Islam (AK Polis)

Christoph de Vries, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium (BMI), hat auf seiner Website über seinen Besuch beim Workshop des Arbeitskreises Politischer Islam (AK Polis) am 9. Juli 2025 in der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin berichtet.

Chris­toph de Vries schreibt:

»Der isla­mis­ti­sche Extre­mis­mus ist eine gro­ße und wach­sen­de Bedro­hung für unse­re Demo­kra­tie und muss mit Ent­schlos­sen­heit und Kon­se­quenz auf allen Ebe­nen bekämpft wer­den.

Hier­zu ist die Erar­bei­tung eines Bund-Län­der-Akti­ons­plans und die Wei­ter­ent­wick­lung der Task Force Isla­mis­mus­prä­ven­ti­on zu einem stän­di­gen Bera­tungs­gre­mi­um im Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um auf Initia­ti­ve der CDU im Koali­ti­ons­ver­trag ver­ein­bart wor­den.

Ich freue mich, dass der Arbeits­krei­ses Poli­ti­scher Islam, bei dem ich als Par­la­men­ta­ri­scher Staats­se­kre­tär zu Gast war, gleich zu Anfang die­ser Wahl­pe­ri­ode mit einem Work­shop wich­ti­ge Ideen und Impul­se für den wei­te­ren Pro­zess gege­ben hat.

Der Work­shop fand statt in der Ibn Rushd-Goe­the-Moschee in Ber­lin, die von Sey­ran Ates gegrün­det wur­de und immer wie­der Ziel isla­mis­ti­scher Bedro­hun­gen ist. Ich wer­de die Ideen und Anre­gun­gen in die wei­te­re Aus­ar­bei­tung des Akti­ons­plans ein­flie­ßen las­sen – vor allem auch in die Gesprä­che mit den Län­dern, die bei der Umset­zung eine zen­tra­le Rol­le spie­len wer­den.

Wir haben offen dar­über gespro­chen, wo wir kla­re Gren­zen zie­hen müs­sen – etwa bei Orga­ni­sa­tio­nen, die sich for­mal als gemein­nüt­zig geben, aber fak­tisch als ideo­lo­gi­sche Platt­for­men isla­mis­ti­scher Grup­pen fun­gie­ren. Hier braucht es poli­ti­schen Wil­len, juris­ti­sche Klar­heit und eine rea­lis­ti­sche Ein­schät­zung der Lage. Unser Ziel ist ein Akti­ons­plan, der die Rea­li­tät nicht beschö­nigt, son­dern klar benennt. Einer der Lücken schließt, bestehen­de Maß­nah­men bes­ser ver­zahnt – und den Län­dern ermög­licht, kon­se­quen­ter zu han­deln.

Dazu soll­ten aus mei­ner Sicht zäh­len: die kon­ti­nu­ier­li­che Ver­bes­se­rung der Zusam­men­ar­beit von Sicher­heits­be­hör­den, die enge Beob­ach­tung isla­mis­ti­scher Orga­ni­sa­tio­nen durch Ver­fas­sungs­schutz und Poli­zei, die För­de­rung von Prä­ven­ti­ons­an­ge­bo­ten, frei von Ein­fluss durch extre­mis­ti­sche Grup­pen, eine kri­ti­sche Prü­fung von För­der­pro­gram­men und Trä­ger­schaf­ten sowie der Schutz von beson­ders betrof­fe­nen Grup­pen – vor allem von Kin­dern, Jugend­li­chen und Frau­en, die häu­fig die ers­ten Opfer isla­mis­ti­scher Bevor­mun­dung, Radi­ka­li­sie­rung und Gewalt sind. Nur mit Ent­schlos­sen­heit und Klar­heit kön­nen wir errei­chen, dass die­ser Plan in der Pra­xis wirkt und ver­hin­dert, dass isla­mis­ti­scher Extre­mis­mus Ideo­lo­gien wei­ter Raum in unse­rer Gesell­schaft gewinnt.«

Chris­toph de Vries, Par­la­men­ta­ri­scher Staats­se­kre­tär bei dem Bun­des­mi­nis­ter des Innern (BMI) spricht beim Work­shop zum Bund-Län­der-Akti­ons­plan gegen den Poli­ti­schen Islam in der Ibn-Rushd-Goe­the-Moschee, 9. Juli 2025 (Bild: AK Polis)
Chris­toph de Vries, Par­la­men­ta­ri­scher Staats­se­kre­tär bei dem Bun­des­mi­nis­ter des Innern (BMI); Sey­ran Ateş, Geschäfts­füh­re­rin, Mer­nis­si-de Gou­ges Bil­dungs­werk / Grün­de­rin, Ibn-Rushd-Goe­the-Moschee und Phil­ipp Möl­ler, Vor­sit­zen­der des Zen­tral­ra­tes der Kon­fes­si­ons­frei­en am 9. Juli 2025 (Bild: AK Polis)